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| + | ====== „DER BEITRAG VON BIOSPHÄRENRESERVATEN ZUM ERREICHEN DER NACHHALTIGKEITSZIELE“ - 13. NACHALTIGKEITSZIEL: | ||
| + | N. Wolter\\ | ||
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| + | Im Jahr 2015 wurden von den Vereinten Nationen die 17 Nachhaltigkeitsziele erarbeitet (Bückmann, 2015, S. 9-11). Diese basieren auf den drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung: | ||
| + | Um Klimaschutz zu betreiben, gibt es diverse Möglichkeiten: | ||
| + | Es ist von einer Jungmoränenlandschaft mit häufigem Vorkommen von Mooren geprägt. Diese die-nen der Akkumulation und Speicherung von Kohlenstoff und Methan. Durch das Senken des Grundwasserspiegels und das Trockenlegen vieler Moore werden gespeicherte Treibhausgase in die Atmosphäre abgegeben und tragen aktiv zum Klimawandel bei. Deshalb ist der Schutz dieser Feuchtgebiete von hoher Priorität, denn der Wiederaufbau eines Moores ist ein jahrzehntelanger Prozess (Brasseur & Jacob, 2017, S. 177-179). Eines der Leitbilder des BR Schorfheide-Chorin ist die Renaturierung und Entwicklung natürlich vorkommender Moore (PEP, 1997, S. 66). Angestrebt wird eine extensive und bodenerhaltende Nutzung der Moore (ebd., S. 68- 70). Beispielhafte Maß-nahmen sind die Verringerung der Wasserentnahme aus dem Moor sowie im Uferbereich oder die Einhaltung von Pufferzonen (ebd.: 72-205). Die wirtschaftliche Nutzung von Mooren wird weiterhin erforscht. \\ | ||
| + | Eine andere mögliche Kohlenstoffsenke ist der Wald. Durch den Prozess der Fotosynthese wird Bi-omasse im Wald akkumuliert. Dabei entzieht der Wald der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid und bindet es als Kohlenstoff im Holz. Durch den Verbrauch z.B. als Energieressource für Öfen sowie den na-türlichen Abbau wird der Kohlenstoff wieder freigeben. Im Vergleich zu anderen Energieträgern ist der energetische Aufwand geringer. Eine weitere Funktion des Waldes ist der durch Verdunstung sowie Wolkenbildung entstehende Kühlungseffekt (Brasseur & Jacob, 2017, S. 193-200). Im BR wird eine strukturreiche Forstwirtschaft entwickelt. Trotz wirtschaftlicher Nutzung wird versucht, die po-tenzielle natürliche Vegetation wiederherzustellen (PEP, 1997, S. 66). Ein geringer Verbrauch von Holz sowie die teilweise Belassung von Totholzstrukturen unterstützen den Klimaschutz. Es wird eine ökonomische, | ||
| + | Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld des Klimaschutzes ist der Tourismus sowie die daran gekop-pelte Fortbewegung. Um Emissionen zu verringern, wird versucht, ein gut ausgebautes Netz des Öffentlichen-Personen-Nah-Verkehrs (ÖPNV) zu entwickeln. Ein langfristiges Ziel im BR Schorfhei-de-Chorin ist die Entwicklung eines aus Erneuerbaren Energien gespeisten Bussystems (Schorfheide-Chorin, | ||
| + | Neben dem ÖPNV muss auch die Infrastruktur für die individuelle umweltfreundliche Fortbewegung ausgebaut sein, damit vor Ort nicht auf klimaschädliche Fahrzeuge zurückgegriffen werden muss. Laut der Website des BR Schorfheide-Chorin arbeitet die Verwaltung an der Entwicklung eines intel-ligenten Netzwerks von Sharing- und Ladestationen für Null-Emissions-Fahrzeuge. Dies soll eine umweltfreundliche Fortbewegung im kompletten Reservat gewährleisten. Der Fokus der Planung liegt momentan auf Phase 1, der Infrastrukturentwicklung für E-Bikes (Lemme & Viohl, 2016, S. 9). Dieses System soll auf Autos und Busse ausgeweitet werden. Parallel dazu wird die dezentrale Energielieferung durch Photovoltaikanlagen untersucht. Das beschriebene Infrastrukturprojekt be-kam viel Aufmerksamkeit in den Medien aufgrund des bereits im BR etablierten Solar Explorers. Das Besondere an diesem Forschungsschiff ist, dass es ausschließlich mit Solarstrom betrieben wird (Lemme & Viohl, 2016, S. 88).\\ | ||
| + | Darüber hinaus wird versucht, private und industrielle Regionalpartner zu finden, um der Ziele und Projekte des BR Schorfheide-Chorin zu unterstützen. Denn nur durch regionale Zusammenarbeit und Informationsaustausch können nennenswerte Fortschritte erreicht werden. Ein beispielhaftes Projekt ist die Entwicklung von Bioenergiedörfern (Schorfheide-Chorin, | ||
| + | Die „energieeffiziente Gebäudesanierung nach regionaltypischen Maßstäben“ findet dagegen große Unterstützung durch die Öffentlichkeit (Lemme & Viohl, 2016, S. 8). Durch an die Besonderheiten des Gebäudes angepasste Sanierung, kann der Wärmeverbrauch verringert werden. Beispielsweise durch die Auszeichnung „Bauherr“, | ||
| + | Ein weiteres aktuelles Projekt mit dem Namen ZENAPA (Zero Emission Protection Areas) startete im Juli 2017 und wird von der EU gefördert. (IfaS, 2017). Die Mehrzahl der BR in Deutschland, | ||
| + | Die Biosphärenreservate sind prädestiniert, | ||
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| + | ===== Literaturverzeichnis ===== | ||
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| + | bmub. (04. 12 2017). www.bmub.bund.de. Von Bundesminesterium für Umwelt, Naturschutz, | ||
| + | BNatSchG. (29. 07 2009). Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege - Bundesnaturschutzgesetz. Bundesnaturschutzgesetz vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.September 2017 (BGBl. I S. 3434) geändert worden ist. Berlin, Deutschland.\\ | ||
| + | Brasseur, G., & Jacob, D. (2017). Klimawandel in Deutschland. (S. Schuck-Zöller, | ||
| + | Bückmann, W. (2015). Die Vision der UNO für die Zukunft der Welt: die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Berlin: Universitätsverlag TU Berlin, 2015.\\ | ||
| + | IfaS. (26. 11 2017). www.zenapa.eu/ | ||
| + | Kammann, E., & Dr. Möller, L. (1. Frebruar 2007). MAB - Der Mensch und die Biosphäre. UNESCO heute.\\ | ||
| + | Lemme, J., & Viohl, F. (2016). Monitoring Bericht Regional zur Energiestrategie des Landes Brandenburg (Berichtsjahre 2013-2015). Eberswalde: Uckermark-Barnim, | ||
| + | Luft, S., & Römer, K. (01. 12 2017). Unseco. Von https:// | ||
| + | PEP. (1997). PEP. Der Pflege- und Entwicklungsplan (Entwurf) für das Biosphärenreservate Schorfheide Chorin. Eberswalde: Landesanstalt für Großschutzgebiete im Geschäftsbereich des Ministeriums für Landwirtschaft, | ||
| + | Schorfheide-Chorin, | ||
| + | Schorheide-Chorin, | ||
| + | UNESCO. (2017). A new Roadmap for the Man and the Biosphere (MAB) Programm and its World Network of Biosphere Reserves. Frankreich: UNESCO.\\ | ||
| + | UNESCO, G. C. (2011). Dresdner Erklärung zu Biosphärenreservaten und Klimanwandel. Bonn: Deutsche UNESCO Komission e.V.\\ | ||
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