vertiefung:aufgabe1:analoge-besucherlenkung
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| vertiefung:aufgabe1:analoge-besucherlenkung [2018/06/03 01:59] – [Printmedien] tom | vertiefung:aufgabe1:analoge-besucherlenkung [2018/10/06 00:49] (aktuell) – [Analoge Besucherlenkung – Nicht-digitale Möglichkeiten der Konfliktvermeidung in naturnahen Erholungsgebieten] tom | ||
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| + | ====== Analoge Besucherlenkung – Nicht-digitale Möglichkeiten der Konfliktvermeidung in naturnahen Erholungsgebieten ====== | ||
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| + | Von J. Huth, T. J., L. Neuerburg, L. Seifert & L. Winker | ||
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| + | //Im Folgenden werden zur besseren Lesbarkeit alle Subjekte in der männlichen oder genderneutralen Schreibform genannt. Das schließt jedoch alle weiteren Geschlechter gleichermaßen ein. | ||
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| + | ====== Einleitung ====== | ||
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| + | Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) spricht von einem „// | ||
| + | In den folgenden Kapiteln wird die Durchführung zur Erstellung eines Konzeptes zur Besucherlenkung schrittweise nachvollzogen. Zuerst wird eine knappe Einführung in die Bedeutung des Begriffs und eine Erläuterung der zu minimierenden Konflikte gegeben (vgl. ebd.). Anschließend folgt ein Vorschlag für eine allgemeine, theoretische Konzeptionierung, | ||
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| + | ====== Einführung Besucherlenkung ====== | ||
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| + | Der Begriff der Besucherlenkung entstand in den 80er Jahren und fand in den nachfolgenden Jahrzehnten starke Beachtung (UNIVERSITÄT BONN 2004: 25). Als eine Maßnahme des Besuchermanagements soll sie Besuchende beeinflussen und so eine „// | ||
| + | Eine solche Beeinflussung oder Lenkung hat zum Ziel, ein (möglichst) konfliktfreies Nebeneinander von naturschutzfachlichen Interessen und Erholungssuchenden in der Natur zu gewährleisten (UNIVERSITÄT BONN 2004: 25). Konflikte ergeben sich aus den kontrovers erscheinenden Zielsetzungen der Besucherlenkung: | ||
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| + | - „//Der Erhalt und der Schutz von Natur // | ||
| + | - „//Die Erholung //[ist]// in weiten Teilen zu ermöglichen und die Qualität zu sichern// | ||
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| + | Um beiden Zielsetzungen gerecht zu werden und Natur und Erholung in einer Balance zu halten, müssen die Besucherlenkungsmaßnahmen an diese angepasst sein und unter Umständen Kompromisse eingegangen werden (ebd.). Das setzt eine Kenntnis der Konfliktentstehung voraus, um dieser mittels eines Konzeptes (s. Konzepterstellung) entgegenwirken zu können. | ||
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| + | ====== Konfliktentstehung ====== | ||
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| + | Konflikte bestehen zwischen Besuchenden beziehungsweise Erholungssuchenden und der Natur, aber auch zwischen einzelnen Besuchenden oder Besuchergruppen. Die Konfliktentstehung ist abhängig von der Besucherverteilung und -dichte, der Besuchercharakteristik und von den Freizeitaktivitäten (vgl. RIEKENS 1996: Kapitel 4). Diese Faktoren werden nachfolgend in der Theorie beschrieben. | ||
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| + | ===== Besucherverteilung und -dichte ===== | ||
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| + | Die Verteilung der Besuchenden und die Dichte in einem Gebiet ist ein Indiz für die Konfliktentstehung. Mit einer zunehmenden Besucherzahl geht ein steigender Nutzungsdruck einher, welcher Auswirkungen auf die Natur hat. Dies kann zum Beispiel in Form von Schädigungen der Pflanzendecke, | ||
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| + | ===== Besuchercharakteristik ===== | ||
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| + | Die Besuchercharakteristik spiegelt sich in dem Verhalten gegenüber anderen Besuchenden und der Natur wieder. Da Charaktere sehr individuell und schwer zu erfassen sind (RIEKENS 1996: 27), werden hier Beispiele gegeben, wie sich ein Charakter auf die Konfliktsituation auswirken kann. Die zuvor thematisierte Besucherdichte kann in der subjektiven Wahrnehmung von Besuchenden ein Beengtsein auslösen. So steigen mit „// | ||
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| + | ===== Freizeitaktivitäten ===== | ||
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| + | Die Konfliktentstehung in der Natur ist abhängig von der Art der Freizeitaktivität. So beanspruchen Aktivitäten verschiedene Ressourcen, die sich wiederum in ihrer Sensibilität und Schutzwürdigkeit unterscheiden (RIEKENS 1996: 37). Außerdem erfordern Aktivitäten unterschiedlich ausgebaute Infrastrukturen und stören die Natur verschieden stark. Neben diesen Konfliktpotentialen zwischen Besuchenden und der Natur sind auch verschiedene Freizeitakteure konfliktanfällig. So fühlen sich Akteure häufig durch Hundehaltende, | ||
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| + | ===== Konzepterstellung ===== | ||
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| + | Aus den zuvor aufgeführten Gründen geht hervor, dass sich ein Besucherlenkungskonzept im Rahmen des Besuchermanagements anbietet. Allerdings gibt es kein universell anwendbares Besucherlenkungskonzept. Jedes Konzept sollte auf das jeweilige Biosphärenreservat zugeschnitten sein und der Prozess der Erstellung an die Situation vor Ort angepasst werden. Im folgenden Kapitel werden Informationen zu Besucherlenkungskonzepten aus verschiedenen Großschutzgebieten zusammengetragen und zu einer Empfehlung zur Vorgehensweise zusammengestellt. Diese gliedert sich in fünf Schritte: | ||
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| + | * Vorüberlegungen | ||
| + | * Bestandsaufnahme | ||
| + | * Bestandsanalyse | ||
| + | * Auswahl der Methoden und Lenkungsmaßnahmen | ||
| + | * Monitoring | ||
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| + | ===== Vorüberlegungen ===== | ||
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| + | Für die Erstellung eines Besucherkonzeptes muss zunächst festgelegt werden, wer für die Konzeptionierung verantwortlich ist (BTE 2010). Wie die Praxis zeigt, liegt die Aufgabe meist in der Hand der Schutzgebietsleitung (BTE 2009a, b). In einigen Fällen beauftragen diese ein Planungsbüro für die Konzeptionierung (BTE 2009b, BTE 2010). | ||
| + | Im gesamten Prozess ist die Öffentlichkeitsarbeit und die Integration betroffener Bewohner und Akteure sehr wichtig (BAFU 2008), denn dies steigert unter anderem die Akzeptanz, den Erfolg des Vorhabens (BTE 2017a) und bietet ein Informationsportal für die Bestandsaufnahme. Aus diesem Grund sollte bereits zu Beginn feststehen, welche Akteure beteiligt werden sollen. So können neben der Öffentlichkeit Personen aus der lokalen Politik, aber auch Tourismusorganisationen (ebd.), Umweltverbände, | ||
| + | Zudem sollte im Vorfeld der Kostenrahmen festgelegt (LUBW 2008) und festgestellt werden, wie viele Mitarbeiter sich der Aufgabe widmen können (BTE 2010). | ||
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| + | ===== Bestandsaufnahme ===== | ||
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| + | Ähnlich wie in der Landschaftsplanung müssen Bestandsaufnahmen von den Naturgütern nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) durchgeführt werden. Bei der Bestandsaufnahme sollten insbesondere die Gebiete untersucht werden, die ausschlaggebend für die Schutzwürdigkeit nach BNatSchG und die Erholungseignung sind (RIEKENS 1996: 14). Außerdem müssen die bereits vorhandenen touristischen Ziele und Verkehrsstrukturen wie Wander- und Radwege aufgenommen (BTE 2009b) und, falls erwünscht, hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit geprüft werden (EUROPARC DEUTSCHLAND 2016). Für die Bestandsaufnahme sollten bereits vorhandene Karten, Geoportale und GIS-Daten genutzt werden und bei lückenhafter Datenlage durch eigene Erhebungen ergänzt werden (BTE 2009a). | ||
| + | Des Weiteren sollten Ursprünge und Intensitäten des Besucheraufkommens und daraus resultierende Formen des Nutzungsdrucks erfasst werden. Ballungsgebiete sind beispielsweise eine große potentielle Quelle von Naturbesuchenden und können den Nutzungsdruck heben, insbesondere wenn das Angebot an naturnahen Räumen begrenzt ist. Für die Einschätzung des Nutzungsdrucks ist demnach die Erreichbarkeit und Nähe des Gebiets zu Städten sowie zu anderen Erholungsgebieten ausschlaggebend (RIEKENS 1996: 20). Dafür können Besucherzählungen und -befragungen hilfreich sein (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017). | ||
| + | Die Bestandsaufnahme ist auch der Schritt, in welchem die bestehenden und potentiellen Konflikte sowohl zwischen der Natur und den Besuchenden als auch den verschiedenen Nutzergruppen identifiziert werden sollten (ebd.) (s. Konfliktentstehung). Hier empfehlen sich Gespräche mit Akteuren vor Ort (BTE 2009b), die nach Möglichkeit bereits in den Vorüberlegungen in Betracht gezogen wurden. | ||
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| + | ===== Bestandsanalyse ===== | ||
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| + | Bei der Bestandsanalyse werden die zuvor erhobenen Daten verarbeitet. Gebiete mit geringer Gefährdung der Natur und hoher Qualität hinsichtlich des Natur- und Landschaftserlebens sind günstig als Erholungsgebiet. Sie versprechen ein geringes Konfliktpotential gegenüber der Natur und gleichzeitig eine hohe Zufriedenheit der Besuchenden. Beide sind Faktoren für den Erfolg des Besucherlenkungskonzeptes (RIEKENS 1996: 69). | ||
| + | Um Gebiete mit hoher Erholungseignung zu ermitteln, werden ästhetisch-psychologische und hygienisch-medizinische Aspekte herangezogen und analysiert. Zu den ästhetisch-psychologischen Aspekten zählen Naturnähe, Schönheit, Ungestörtheit von Belastungen sowie Eigenart und Vielfalt der Natur. Hygienisch-medizinische Aspekte sind Zugänglichkeit und Erreichbarkeit unter anderem von Toiletten und Mülleimern (ebd.: 18). Auch infrastrukturelle Aspekte wie die Erreichbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs, | ||
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| + | ===== Auswahl der Methoden und Lenkungsmaßnahmen ===== | ||
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| + | Die räumliche Verteilung der Freizeitaktivitäten durch Lenkungsmaßnahmen steht im Zentrum des Besucherlenkungskonzeptes (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017); konkret bedeutet das, welche Methoden wo Anwendung finden (LUBW 2008) (s. Methoden). Hierfür werden die Ergebnisse zum Nutzungsdruck aus der Bestandsaufnahme sowie die Vorranggebiete aus der Bestandsanalyse genutzt. Dort, wo sich Gebiete für Erholung und Naturschutz überschneiden, | ||
| + | Das Angebot an Freizeitaktivitäten sollte insgesamt zielgruppenorientiert sein, um den Wünschen und Bedürfnissen der Besuchenden gerecht zu werden und sich ihrem Verhalten möglichst gut anzupassen (BTE 2009a). Dafür bietet sich eine Literaturanalyse, | ||
| + | Lenkungsmaßnahmen, | ||
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| + | ===== Monitoring ===== | ||
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| + | Schlussendlich sollte ein Monitoring konzeptioniert werden. Den zentralen Bestandteil stellt eine Gruppe aus Akteuren dar, die bereits bei der Erstellung des Besucherlenkungskonzepts mitgewirkt haben (BTE 2009a). Ihre Aufgaben sind, für eine einheitliche Anwendung und für die Umsetzung der Leitlinien zu sorgen (ebd.) und dass die Besucherlenkungsinfrastruktur gepflegt wird (LUBW 2008) sowie gegebenenfalls eine Weiterentwicklung der Leitbilder, Leitlinien und Maßnahmen (BTE 2009a). Dabei hilft die regelmäßige Überprüfung, | ||
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| + | ====== Methoden ====== | ||
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| + | Die analoge Besucherlenkung besteht aus verschiedenen Methoden. Im Folgenden werden die wichtigsten anhand von Definitionen, | ||
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| + | ===== Beschilderungen ===== | ||
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| + | Beschilderungen sind ein bedeutender Bestandteil der nicht-digitalen Besucherlenkung. So dienen sie – je nach Inhalt – einerseits als Richtungsweiser zu den Zielen innerhalb des Gebietes oder zur Sichtbarmachung der spezifischen Streckenverläufe. Andererseits können sie auch selbst als (Zwischen-) Ziele fungieren, etwa um Bildungsinformationen auf Naturlehrpfaden beziehungsweise Themenwegen anzubieten (s. Themenwege). | ||
| + | Ein allgemeines Problem in der Anwendung eines Beschilderungssystems als Lenkungsmaßnahme ist das Fehlen einer (allgemein rechtlich bindenden) einheitlichen Vorgabe für die Gestaltung der Schilder (vgl. BTE 2009b: 30ff, REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 26, EUROPARC DEUTSCHLAND o.J.: 2, 4). Bisher obliegt die Verantwortung den Wege-Inhaberinnen, | ||
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| + | ** Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren ** | ||
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| + | Um den Zielgruppen eine bestmögliche Orientierungshilfe zu bieten und eine klare Zuordnung der betreffenden Nutzungsarten zu ermöglichen, | ||
| + | Ein besonderes Augenmerk sollte jedoch auf die eingangs erwähnte einheitliche Darstellung gelegt werden. Neben der Verwendung der genannten Piktogramme betrifft dies vor allem die Dimensionierung der Schilder sowie ihrer Inhalte und die jeweilige Farbgebung. Es gibt zwar keine allgemein rechtlich bindenden Vorgaben (in einigen Landeswaldgesetzen sind den Forstverwaltungen begrenzte Vorgaben zur Gestaltung der Waldbeschilderungen gegeben), jedoch wurden für verschiedene Regionen und Schutzgebiete Empfehlungen erstellt und umgesetzt (vgl. BTE 2009b, EUROPARC DEUTSCHLAND o.J.). Auch das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat umfangreiche Empfehlungen ausgearbeitet, | ||
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| + | Eine weitere Voraussetzung in der Konzipierung eines geeigneten Beschilderungssystems ist die zeitgemäße Wiedergabe der gewünschten Informationen, | ||
| + | Interaktive Medien – wie Klappschilder – erfreuen sich ebenfalls einer großen Beliebtheit, | ||
| + | Für den Fall, dass eine Notwendigkeit für „//harte Maßnahmen// | ||
| + | Mobilitätseingeschränkten Personen können durch verschiedene bauliche Maßnahmen unnötige Barrieren genommen werden. So wird beispielsweise empfohlen, bei der Gestaltung der Schilder von einer mittleren Ablesehöhe von 1,3 Meter auszugehen (BZB 2010: 11f). Auch die Berücksichtigung von Freiraum unter Informationstafeln kann dazu beitragen, dass Rollstuhlfahrenden eine angenehme Ablesedistanz gewährleistet werden kann (ebd.). | ||
| + | Seheingeschränkten – wie (Farben-) Blinde – kann beispielsweise durch Übersetzungen in Punktschrift und der Verwendung kontrastreicher Farben ein barrierearmes Naturerlebnis geboten werden (BZB 2010: 9). | ||
| + | Um die Beschilderung angemessen in die Umgebung zu integrieren und die Nutzenden nicht mit einem Überangebot zu überfordern („// | ||
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| + | ** Best-Practice-Beispiele ** | ||
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| + | Für eine einheitlichere und besucherfreundlichere Gestaltung der Beschilderung, | ||
| + | Das Biosphärenreservat Rhön bietet eine vorbildliche Einbindung der Barrierefreiheit in der Planung eines zeitgemäßen Konzepts für die Besucherlenkung. Neben baulichen und infrastrukturellen Maßnahmen werden auch Möglichkeiten geprüft, um unter anderem das Bildungsangebot barrierearm zu gestalten (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 37f). Hierfür soll eine Kooperation mit weiteren, überregionalen Partnerinnen, | ||
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| + | ===== Printmedien ===== | ||
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| + | Printmedien eignen sich hervorragend als Ergänzung zu bestehenden Beschilderungen (s. Beschilderungen), | ||
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| + | ** Voraussetzungen ** | ||
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| + | Für Printmedien gelten prinzipiell vergleichbare Voraussetzungen wie die für Beschilderungen (s. Beschilderungen) genannten. Auch hier muss auf eine einheitliche und ansprechende Gestaltung geachtet, sowie zwischen textlichem und grafischem Anteil – mit Rücksichtnahme auf den gewünschten Informationsgehalt – abgewogen werden (vgl. BTE 2009b: 29, REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 78). | ||
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| + | ** Erfolgsfaktoren ** | ||
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| + | Eine Besonderheit gegenüber den Beschilderungen ist, dass der Inhalt der Printmedien zielgruppenspezifisch ausgerichtet sein kann. Ist dies der Fall, müssen sich die Nutzenden nicht mit den Lenkungsmaßnahmen der anderen Nutzungsformen auseinandersetzen. Um auch hier ein barrierearmes Naturerleben zu ermöglichen, | ||
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| + | ** Best-Practice-Beispiele ** | ||
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| + | Wie bereits unter Beschilderungen genannt, bietet das Biosphärenreservat Rhön auch bei den Printmedien ein beispielhaftes Konzept zur barrierearmen Gestaltung. So sollen spezielle Angebote an Druckmedien für Menschen mit Handicap ausgearbeitet und angeboten werden, beispielsweise durch Broschüren und Bücher (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 37-38). | ||
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| + | ** Printmedien im BRSC ** | ||
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| + | Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin verfügt über mehrere Faltblätter und Wanderbroschüren zu verschiedenen Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten der Region. Diese sind in der Regel zusammengesetzt aus Karten, Bildern und textlichen Beschreibungen (vgl. LFU 2018a). In den Karten der (Wander-) Routen wurde zumindest teilweise auf barrierearme Darstellungen für Seheingeschränkte geachtet. Diese werden auf der Website des Reservats als selbstauszudruckende Dokumente angeboten und liegen vor Ort an verschiedenen Stellen aus. | ||
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| + | ===== Ausstellungen ===== | ||
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| + | VEVERKA (o.J.) beschreibt eine Ausstellung als „eine Anordnung von Elementen (visuell, auditiv, etc.) […] um eine bestimmte Wirkung“ bei dem Betrachter zu erzielen. Der Duden definiert Ausstellung als eine „Veranstaltung, | ||
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| + | ** Voraussetzungen ** | ||
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| + | Im Rahmen der Planung einer Ausstellung wird unter anderem geklärt, welche Kosten anfallen und wie die Ausstellung finanziert werden soll (HESSISCHER MUSEUMSVERBAND 2013). Auch die Art der Ausstellung, | ||
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| + | ** Erfolgsfaktoren ** | ||
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| + | Damit die Ausstellung besucht wird, sollte sie nicht in ähnlicher Form schon in der Region vorhanden sein (HESSISCHER MUSEUMSVERBAND 2013). „Provokative Titel, ausdrucksvolle Bilder, interessante Grafiken, etc.“ (VEVERKA o.J.) schaffen einen Anreiz für den Besuchende, in die Ausstellung zu gehen und sich mit den dargestellten Themen auseinanderzusetzen. Dabei sind auch Vergleiche aus dem alltäglichen Leben der Besuchenden hilfreich (ebd., PEARCE 2004: 13). | ||
| + | Verschiedene Methoden zur Vermittlung der Informationen ermöglichen Besuchenden sowohl passiv als auch aktiv an der Ausstellung teilzunehmen (VEVERKA o.J.). Dazu sollten nicht nur Texte, sondern bildliche Darstellungen, | ||
| + | Neben einer vielfältigen methodischen Darstellung sollte darauf geachtet werden, dass Beschriftungen nicht zu lang oder zu klein sind, da die Besuchenden sonst schnell das Interesse verlieren können. Soll eine bestimmte Stimmung hervorgerufen werden, kann dies durch Farben und Geräusche unterstützt werden (VEVERKA o.J.). | ||
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| + | ** Best-Practice-Beispiele ** | ||
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| + | Beispiele für Ausstellungen sind im Kapitel Besucherzentren erwähnt. | ||
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| + | ** Ausstellungen im BRSC ** | ||
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| + | Im Biosphärenreservat gibt es eine Ausstellung in Altkünkendorf zum Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin (WELTNATURERBE BUCHENWALD GRUMSIN 2016). Hier wird „//über Flora und Fauna des Grumsins, seine Geschichte und seine Bedeutung// | ||
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| + | ===== Besucherzentren ===== | ||
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| + | PEARCE (2004: 8) definiert ein Besucherzentrum als „//einen eindeutig gekennzeichneten, | ||
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| + | ** Voraussetzungen ** | ||
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| + | Im Zuge der Planung, der Errichtung und des Betriebs eines Besucherzentrums muss unter anderem geklärt werden, wie viel das Besucherzentrum kostet und wie es finanziert werden soll (MLUL 2009). In Brandenburger Schutzgebieten erfolgt häufig eine Mischfinanzierung aus Eigenmitteln, | ||
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| + | ** Erfolgsfaktoren ** | ||
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| + | Die Erreichbarkeit des Besucherzentrums ist sowohl Voraussetzung als auch Erfolgsfaktor. Sie ist unter anderem durch die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gegeben (MLUL 2009). Die Ausschilderung (s. Beschilderungen) des Besucherzentrums an Straßen und Haltestellen, | ||
| + | Des Weiteren sollte das Angebot für die Besuchenden möglichst vielfältig sein (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen 2013, MLUL 2009, Pearce 2004: 13). Neben Ausstellungen kann auch durch Führungen oder andere Informationsveranstaltungen Wissen vermittelt werden (MLUL 2009). Zusätzliche Angebote, wie gestaltete Außenanlagen, | ||
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| + | ** Best-Practice-Beispiele ** | ||
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| + | Als Best-Practice-Beispiele sind das Limesinformationszentrum in Hessen sowie das Biosphärenhaus Pfälzerwald/ | ||
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| + | ** Besucherzentren im BRSC ** | ||
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| + | Im BRSC gibt es das Besucherzentrum „Blumberger Mühle“ in Angermünde (MLUL 2009). Es wird vom NABU Deutschland e.V. betrieben. In der Bewertung vom MLUL (2009) wird die Situation des Besucherzentrums mit den Stichworten „// | ||
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| + | ===== Themenwege ===== | ||
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| + | Themenwege werden auch als selbstführende Pfade bezeichnet, da sie in ihrer Anlage so konzipiert sind, dass sich Besuchende selbstständig zurechtfinden. | ||
| + | Auf einem Themenweg werden Informationen zu einem bestimmten Thema zusammenhängend präsentiert und vermittelt. Dabei gibt es verschiedene Umsetzungsarten. Der „klassische“ Ansatz ist der Lehrpfad, bei dem die Besuchenden durch die Vermittlung von Wissen idealerweise zu einem umweltgerechteren Verhalten bewegt werden sollen. Etwas moderner ist der Erlebnispfad, | ||
| + | Das wichtigste Ziel eines Themenweges ist, „//den Besuchern ein anregendes und kurzweiliges Erleben der Natur und der Kultur zu bieten//“ (ebd.: 10). Die Erfüllung dieses Ziels bildet die Grundlage für weitere Ziele, die von vielen Initiatoren verfolgt werden: Besuchende sollen gebildet und für die Schutzwürdigkeit von Gütern sensibilisiert werden; der umwelt- und sozialverträgliche Tourismus einer Gegend kann durch Themenwege und ihre Vermarktung als Freizeitangebote gestärkt werden; durch Themenwege können auch Einheimische | ||
| + | Die in einem Themenweg üblicherweise eingesetzten Medien sind Schautafeln, | ||
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| + | ** Voraussetzungen ** | ||
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| + | Bevor mit der konkreten Entwicklung eines Themenweges begonnen werden kann, müssen einige Planungsschritte durchdacht werden. Einer der wichtigsten Schritte ist die Recherche nach einem Gebiet, das sich als Standort für einen Themenweg eignet (s. Bestandsanalyse). Dafür sollten die Charakteristika einer Landschaft und ihre besonderen Eigenschaften herausgearbeitet werden; diese können in der Ästhetik, den Naturgütern, | ||
| + | Weitere Vorüberlegungen betreffen die Projektorganisation und den zu betreibenden Aufwand bei Konzeption und Bau. Kompetenzen und Verfügbarkeit des beteiligten Personals müssen ebenso bekannt sein wie Zeitrahmen und Budget, da sie limitierende Faktoren sind. Ein Abstecken der Ziele und Zielgruppen ermöglicht eine bessere Einschätzung des nötigen Aufwandes, um diese zu erreichen. Ebenso können das Potenzial eines Themenweges, | ||
| + | Bei der Anlage eines Themenweges müssen auch rechtliche Fragen beachtet werden. Die Routenführung muss im Wald mit der Forstwirtschaft und außerhalb von Ortschaften mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. Bei Baumaßnahmen kann eine Baugenehmigung notwendig sein. Befindet sich der Themenweg auf Privatbesitz, | ||
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| + | ** Erfolgsfaktoren ** | ||
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| + | Der Erfolg eines Themenweges hängt von sehr vielen Faktoren ab. Sie können keine Erfolgsgarantie geben, erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, | ||
| + | Eine ansprechende Gestaltung der Medien eines Themenweges ist sehr wichtig. Etwas Farbe, übersichtlich gegliederte und nicht zu lange Texte sowie schnell erfassbare Abbildungen wecken das Interesse der Besuchenden und erleichtern das Verständnis (s. Beschilderungen). Durch ein durchgängiges Grundlayout wird der Weg als zusammenhängende Einheit wahrgenommen. Übersichtskarten und eine deutlich sichtbare Ausschilderung des Weges helfen dem Besuchenden, | ||
| + | Das durch einen Themenweg vermittelte Wissen prägt sich den Besuchenden besser ein, wenn es in Form einer Geschichte erzählt wird. Dies kann erreicht werden, indem zwischen einer Eingangsstation und einer Schlussstation ein erzählerischer Bogen gespannt wird, der durch sinnvolle Überleitungen die einzelnen Stationen verbindet. Gibt es zusätzlich eine Leitidee, also eine zentrale Botschaft des Themenweges, | ||
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| + | ** Best-Practice-Beispiele ** | ||
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| + | Ein gelungenes Beispiel für einen Erlebnispfad ist der Sinnespfad in Waldkirch im Schwarzwald. Der Weg ist auf die Zielgruppe Familien ausgerichtet und hält an jeder seiner Stationen interaktive Elemente bereit (GLATZ JORDE 2009: 14, <imgref image3> | ||
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| + | Ein weiteres Beispiel ist der Themenweg „Kandel – Berg der Kräfte“, ebenfalls im Schwarzwald (ebd.). Es besteht ein ganzes Netzwerk aus Informationsstelen, | ||
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| + | ** Themenwege im BRSC ** | ||
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| + | Auf der Webseite des BRSC gibt es keine Übersicht zu Themenwegen. Hinweise zu Themenwegen in der Region finden sich auf den Webseiten der Gemeinde Schorfheide: | ||
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| + | ===== Führungen ===== | ||
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| + | Auf einer Führung in Form eines Spazierganges oder einer Wanderung bekommen Besuchende durch eine fachkundige Person Informationen über ihre Umgebung und lernen so unter anderem deren Eigenschaften, | ||
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| + | ** Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren ** | ||
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| + | Die entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Führungen ist die Qualifikation des Personals bezüglich Fachwissen und Vermittlungsfähigkeiten. Nach MERLIN (2017: 239) sind Biosphärenreservate häufig aufgrund von Personalmangel auf Kooperationspartner angewiesen, um Führungen anbieten zu können. | ||
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| + | ** Führungen im BRSC ** | ||
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| + | Das BRSC arbeitet mit zehn Natur- und Landschaftsführern zusammen, die unterschiedliche thematische und räumliche Schwerpunkte setzen (LFU 2018b). Besonders Führungen in und rund um den Buchenwald Grumsin als Kernzone des BRSC werden regelmäßig durchgeführt (TOURISMUSVERBAND UCKERMARK e.V. 2018a, 2018b, 2018c). | ||
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| + | ====== Fazit und Überlegungen für ein Besucherlenkungskonzept im BRSC ====== | ||
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| + | Für die Erstellung eines Besucherlenkungskonzeptes gibt es kein genau festgelegtes Vorgehen. Jeder Arbeitsschritt muss auf die Bedingungen des beplanten Gebietes angepasst werden – in diesem Fall auf das BRSC – und dessen Besonderheiten sowie die Ziele des Konzepts berücksichtigen. Ein Monitoring der Umsetzung des Konzepts ist hilfreich, um Planungslücken oder -defizite aufzuzeigen und zu verbessern. | ||
| + | Viele der identifizierten Erfolgsfaktoren treffen auf mehrere der Besucherlenkungsmethoden zu. Eine ansprechende Gestaltung ist zentral für Themenwege, Beschilderungen, | ||
| + | Teilweise ergab die Recherche nach dem Stand der analogen Besucherlenkung im BRSC nicht die erhoffte Detailtiefe, | ||
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| + | ====== Quellen ====== | ||
| + | |||
| + | BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT GMBH (Hrsg.), 2018: Wörterbuch – Ausstellung. Online in Internet: URL: https:// | ||
| + | |||
| + | BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/ | ||
| + | |||
| + | BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/ | ||
| + | |||
| + | BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/ | ||
| + | |||
| + | BTE (Hrsg.), 2009a: Besucherlenkungs- und Informationskonzept Naturpark Pfälzerwald. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | BTE (Hrsg.), 2009b: Besucherlenkungskonzeption für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Endbericht. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | BTE (Hrsg.), 2010: Mit guten Wegen was bewegen. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (BFN) (Hrsg.), o. J.a: Natur und Erholung. Online in Internet: URL: https:// | ||
| + | |||
| + | BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (BFN) (Hrsg.), o. J.b: Naturschutz und Sport/ | ||
| + | |||
| + | BUNDESAMT FÜR UMWELT (BAFU) (Hrsg.), 2008: Freizeit und Erholung im Wald. Online in Internet: URL: https:// | ||
| + | |||
| + | BUNDESKOMPETENZZENTRUM BARRIEREFREIHEIT (BZB) (Hrsg.), 2010: Mindestanforderungen zum barrierefreien Naturerleben. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ, | ||
| + | |||
| + | EUROPARC DEUTSCHLAND E.V. (Hrsg.), 2016: Barrierefreies Naturerleben planen. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | EUROPARC DEUTSCHLAND E.V. (Hrsg.), o.J.: Beschilderung von Wanderwegen in Großschutzgebieten. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | GEMEINDE SCHORFHEIDE (Hrsg.), o.J.a: Rundwanderung/ | ||
| + | |||
| + | GEMEINDE SCHORFHEIDE (Hrsg.), o.J.b: Kaiserrundweg. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | GEMEINDE SCHORFHEIDE (Hrsg.), o.J.c: Alteichenpfad am Werbellinsee. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | GEMEINDE SIMONSWALD (Hrsg.), o.J.a: Die Entdeckungsräume im Kandelbergland. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | GEMEINDE SIMONSWALD, o. J.b: Die Entdeckungsräume im Kandelbergland. Online in Internet: URL: www.kandelbergland.de/ | ||
| + | |||
| + | GLATZ JORDE, S. (Hrsg.), 2009: Best Practise Beispiele der Besucherlenkung und Besucherinformation. Online in Internet: URL: https:// | ||
| + | |||
| + | HESSISCHER MUSEUMSVERBAND E.V. (Hrsg.), 2013: Grundladen der Ausstellungskonzeption. Online in Internet: URL: www.museumsverband-hessen.de/ | ||
| + | |||
| + | HOCHSCHULE FÜR TECHNIK RAPPERSWIL (HTR), 2013: visiman: Besucherlenkung. Online in Internet: URL: https:// | ||
| + | |||
| + | LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (Hrsg.), 2018a: Aktiv in der Natur. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (Hrsg.), 2018b: Führungen im Biosphärenreservat und Weltnaturerbe. Online in Internet: URL: http:// | ||
| + | |||
| + | LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (Hrsg.), 2018c: NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle. Online in Internet: URL: http:// | ||
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| + | LANDESANSTALT FÜR UMWELT, MESSUNGEN UND NATURSCHUTZ BADEN-WÜRTTEMBERG (LUBW) (Hrsg.), 2008: Lehrpfade und Lehrgärten. Online in Internet: URL: https:// | ||
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| + | LANDESSTELLE FÜR DIE NICHTSTAATLICHEN MUSEEN BEIM BAYERISCHEN LANDESAMT FÜR DENKMALPFLEGE (Hrsg.), 2013: Museum heute – Fakten – Tendenzen – Hilfen. Online in Internet: URL: https:// | ||
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| + | MAGISTRAT DER STADT HUNGEN (Hrsg.), 2014: Touristik - Hof Grass und Regionales Limesinformationszentrum. Online in Internet: URL: https:// | ||
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| + | MERLIN, C., 2017: Tourismus und nachhaltige Regionalentwicklung in deutschen Biosphärenreservaten. Dissertation Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 379 S. | ||
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| + | MILLER, R., 1986: Einführung in die Ökologische Psychologie. Leske Verlag + Budrich, Leverkusen: 272 S. | ||
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| + | MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG, | ||
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| + | MULTIMEDIA-SERVICE (Hrsg.), 2018: Der Baumkronenweg in Waldkirch. Online in Internet: URL: https:// | ||
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| + | NATURPARK SÜDSCHWARZWALD (Hrsg.), 2006: Lehr-, Erlebnis- und Themenpfade-Handbuch. Online in Internet: URL: http:// | ||
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| + | RIEKENS, S., 1996: Besucherlenkung im naturnahen Raum; Lösungsansätze für den Konflikt Erholung - Naturschutz. Band 5, Natursport-Verlag Rolf Strojec: Darmstadt, 187 S. | ||
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| + | TOURISMUSVERBAND UCKERMARK E.V. (Hrsg.), 2018a: Führung " | ||
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| + | TOURISMUSVERBAND UCKERMARK E.V. (Hrsg.), 2018b: Führung „Ein Urwald entsteht“ Buchenwald Grumsin. Online in Internet: URL: https:// | ||
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| + | UNIVERSITÄT BONN (Geographisches Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) (Hrsg.), 2004: Konzept zur Besucherlenkung im Distrikt Wahlerscheid des Nationalparks Eifel. Bonn: 95 S. | ||
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| + | VEVERKA, J. A. (Hrsg.), o.J.: Tips and Concepts for planning truly “Interpretive” Exhibits. Online in Internet: URL: http:// | ||
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| + | WELTNATURERBE BUCHENWALD GRUMSIN E.V. (Hrsg.), 2016: Infopunkt – Die Wissensquelle am Weltnaturerbe. Online in Internet: URL: http:// | ||
