Zukunftsfähige Schorfheide-Chorin

Ein Studierendenprojekt der Technischen Universität Berlin

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vertiefung:aufgabe1:analoge-besucherlenkung

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 +====== Analoge Besucherlenkung – Nicht-digitale Möglichkeiten der Konfliktvermeidung in naturnahen Erholungsgebieten ======
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 +Von J. Huth, T. J., L. Neuerburg, L. Seifert & L. Winker
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 +//Im Folgenden werden zur besseren Lesbarkeit alle Subjekte in der männlichen oder genderneutralen Schreibform genannt. Das schließt jedoch alle weiteren Geschlechter gleichermaßen ein.
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 +====== Einleitung ======
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 +Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) spricht von einem „//spannungsgeladene//[n]// Verhältnis //[zwischen]// Naturschutz und Erholung, Tourismus und Natursport//“ (o.J.a). Mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen sehen Naturerlebnisse als ein „besonders wichtiges Reisemotiv“ (BMUB 2017). So bieten Natur und Landschaft ein hohes Potential für Sport- und Freizeitaktivitäten, welche als Angebot neben Erholung oder Gesundheit von einem Fünftel der Deutschen genutzt werden (BFN o.J.b). Das angesprochene „//spannungsgeladene Verhältnis//“ (BFN o.J.a) ergibt sich aus der Nutzung von naturschutzfachlich wertvollen und sensiblen Ökosystemen, welche beispielsweise durch ihre Seltenheit eine hohe Attraktivität für Freizeitnutzungen aufweisen (BFN o.J.b). Aus Sicht des Naturschutzes sind sensible Natureinheiten von Belastungen weitestgehend auszuschließen. An dieser Stelle setzt die Besucherlenkung an. Sie kann die Aufgabe erfüllen, „//Konflikte zu minimieren und Nutzungsmöglichkeiten langfristig zu sichern//“ (ebd.). 
 +In den folgenden Kapiteln wird die Durchführung zur Erstellung eines Konzeptes zur Besucherlenkung schrittweise nachvollzogen. Zuerst wird eine knappe Einführung in die Bedeutung des Begriffs und eine Erläuterung der zu minimierenden Konflikte gegeben (vgl. ebd.). Anschließend folgt ein Vorschlag für eine allgemeine, theoretische Konzeptionierung, welche im letzten Schritt durch sechs gängige Methoden veranschaulicht wird. Die Methoden beziehen sich ausschließlich auf analoge Möglichkeiten der Besucherlenkung. Somit werden digitale Formen ausgeklammert, welchen in der Praxis dennoch Bedeutung beigemessen werden sollte. Jede Ausführung der analogen Methoden beinhaltet unter anderem einen Abschnitt über den aktuellen Gebrauch im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (BRSC). Dadurch soll ein Überblick über bestehende Formen der analogen Besucherlenkung im Gebiet gegeben werden, um daraufhin Ergänzungen und Verbesserungen im Lenkungskonzept vornehmen zu können. 
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 +====== Einführung Besucherlenkung ======
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 +Der Begriff der Besucherlenkung entstand in den 80er Jahren und fand in den nachfolgenden Jahrzehnten starke Beachtung (UNIVERSITÄT BONN 2004: 25). Als eine Maßnahme des Besuchermanagements soll sie Besuchende beeinflussen und so eine „//räumliche, zeitliche und quantitative Verteilung//“ (HTR o.J.) generieren. Außerdem kann mithilfe der Besucherlenkung die Verhaltensweise der Besuchenden sowie die Einstellung gegenüber der Natur beeinflusst werden (ebd.). 
 +Eine solche Beeinflussung oder Lenkung hat zum Ziel, ein (möglichst) konfliktfreies Nebeneinander von naturschutzfachlichen Interessen und Erholungssuchenden in der Natur zu gewährleisten (UNIVERSITÄT BONN 2004: 25). Konflikte ergeben sich aus den kontrovers erscheinenden Zielsetzungen der Besucherlenkung:
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 +  - „//Der Erhalt und der Schutz von Natur //[sollen]// gewährleistet sein//“ (RIEKENS 1996: 69).
 +  - „//Die Erholung //[ist]// in weiten Teilen zu ermöglichen und die Qualität zu sichern//“ (ebd.).
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 +Um beiden Zielsetzungen gerecht zu werden und Natur und Erholung in einer Balance zu halten, müssen die Besucherlenkungsmaßnahmen an diese angepasst sein und unter Umständen Kompromisse eingegangen werden (ebd.). Das setzt eine Kenntnis der Konfliktentstehung voraus, um dieser mittels eines Konzeptes (s. Konzepterstellung) entgegenwirken zu können.
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 +====== Konfliktentstehung ======
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 +Konflikte bestehen zwischen Besuchenden beziehungsweise Erholungssuchenden und der Natur, aber auch zwischen einzelnen Besuchenden oder Besuchergruppen. Die Konfliktentstehung ist abhängig von der Besucherverteilung und -dichte, der Besuchercharakteristik und von den Freizeitaktivitäten (vgl. RIEKENS 1996: Kapitel 4). Diese Faktoren werden nachfolgend in der Theorie beschrieben.
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 +===== Besucherverteilung und -dichte =====
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 +Die Verteilung der Besuchenden und die Dichte in einem Gebiet ist ein Indiz für die Konfliktentstehung. Mit einer zunehmenden Besucherzahl geht ein steigender Nutzungsdruck einher, welcher Auswirkungen auf die Natur hat. Dies kann zum Beispiel in Form von Schädigungen der Pflanzendecke, Störung der Fauna oder durch das Hinterlassen von Fremdstoffen, wie Müll oder Fäkalien, geschehen (ebd.: 41). Ein weiterer Konflikt einer hohen Besucherdichte ist ein mögliches Aufkommen von Konkurrenz um die bestehende Infrastruktur wie Parkplätze (BAFU 2008).
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 +===== Besuchercharakteristik =====
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 +Die Besuchercharakteristik spiegelt sich in dem Verhalten gegenüber anderen Besuchenden und der Natur wieder. Da Charaktere sehr individuell und schwer zu erfassen sind (RIEKENS 1996: 27), werden hier Beispiele gegeben, wie sich ein Charakter auf die Konfliktsituation auswirken kann. Die zuvor thematisierte Besucherdichte kann in der subjektiven Wahrnehmung von Besuchenden ein Beengtsein auslösen. So steigen mit „//zunehmender Dichte Stresssymptome wie Feindseligkeit, Angst und Unzufriedenheit//“ (MILLER 1986: 152). Ebenso kann das Fehlen von Besuchenden negative Bewertungen auslösen (RIEKENS 1996: 53). Die subjektive Wahrnehmung der Dichte wird „Crowding“ genannt (ebd.). Ein weiterer Konfliktpunkt in der Charakteristik sind die Motivationen der Besuchenden. So kann das Aufeinandertreffen der gegensätzlichen Motivationen „Ruhe“ und „Abenteuer“ sehr konfliktträchtig sein (ebd.: 33). Hinzu kommt die Akzeptanz gegenüber Besucherlenkungsmaßnahmen, die entscheidend für eine Konfliktvermeidung ist (ebd.: 34). Neben der Motivation spielt die Rücksichtnahme gegenüber Natur und anderen Besuchenden eine Rolle in der Konfliktentstehung (BAFU 2008).
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 +===== Freizeitaktivitäten =====
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 +Die Konfliktentstehung in der Natur ist abhängig von der Art der Freizeitaktivität. So beanspruchen Aktivitäten verschiedene Ressourcen, die sich wiederum in ihrer Sensibilität und Schutzwürdigkeit unterscheiden (RIEKENS 1996: 37). Außerdem erfordern Aktivitäten unterschiedlich ausgebaute Infrastrukturen und stören die Natur verschieden stark. Neben diesen Konfliktpotentialen zwischen Besuchenden und der Natur sind auch verschiedene Freizeitakteure konfliktanfällig. So fühlen sich Akteure häufig durch Hundehaltende, insbesondere durch ihre Hunde, gestört. Gründe hierfür können hinterlassener Hundekot oder Angst vor den Tieren sein. Radfahrende stellen eine Störung für über ein Drittel der Naturgenießer dar. Insgesamt ergeben Untersuchungen im Naturschutzgebiet Allschwiler Wald, dass sich die Hälfte aller Waldbesuchenden durch menschlichen Einfluss gestört fühlt (BAFU 2008). Es gibt zahlreiche weitere Konfliktpunkte zwischen den Akteuren in der Natur, die stark abhängig von der jeweiligen Besuchercharakteristik (insbesondere des „Crowdings“) und nicht zu pauschalisieren sind.
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 +===== Konzepterstellung =====
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 +Aus den zuvor aufgeführten Gründen geht hervor, dass sich ein Besucherlenkungskonzept im Rahmen des Besuchermanagements anbietet. Allerdings gibt es kein universell anwendbares Besucherlenkungskonzept. Jedes Konzept sollte auf das jeweilige Biosphärenreservat zugeschnitten sein und der Prozess der Erstellung an die Situation vor Ort angepasst werden. Im folgenden Kapitel werden Informationen zu Besucherlenkungskonzepten aus verschiedenen Großschutzgebieten zusammengetragen und zu einer Empfehlung zur Vorgehensweise zusammengestellt. Diese gliedert sich in fünf Schritte:
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 +  * Vorüberlegungen
 +  * Bestandsaufnahme
 +  * Bestandsanalyse
 +  * Auswahl der Methoden und Lenkungsmaßnahmen
 +  * Monitoring
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 +===== Vorüberlegungen =====
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 +Für die Erstellung eines Besucherkonzeptes muss zunächst festgelegt werden, wer für die Konzeptionierung verantwortlich ist (BTE 2010). Wie die Praxis zeigt, liegt die Aufgabe meist in der Hand der Schutzgebietsleitung (BTE 2009a, b). In einigen Fällen beauftragen diese ein Planungsbüro für die Konzeptionierung (BTE 2009b, BTE 2010). 
 +Im gesamten Prozess ist die Öffentlichkeitsarbeit und die Integration betroffener Bewohner und Akteure sehr wichtig (BAFU 2008), denn dies steigert unter anderem die Akzeptanz, den Erfolg des Vorhabens (BTE 2017a) und bietet ein Informationsportal für die Bestandsaufnahme. Aus diesem Grund sollte bereits zu Beginn feststehen, welche Akteure beteiligt werden sollen. So können neben der Öffentlichkeit Personen aus der lokalen Politik, aber auch Tourismusorganisationen (ebd.), Umweltverbände, Flächennutzer wie Land- und Forstwirte, interessierte Einzelpersonen (LUBW 2008) und weitere themenbezogene Akteure in die Planung integriert werden (BTE 2017a). Eine weitere Vorüberlegung betrifft die Barrierefreiheit. Um die Infrastruktur entsprechend zu gestalten, sollten soziale Einrichtungen wie die Lebenshilfe, Caritas sowie Seniorenbeiräte, Selbsthilfeorganisationen, Behindertenbeauftragte des Landkreises und Schulen mit besonderen Förderschwerpunkten kontaktiert werden (EUROPARC DEUTSCHLAND 2016). 
 +Zudem sollte im Vorfeld der Kostenrahmen festgelegt (LUBW 2008) und festgestellt werden, wie viele Mitarbeiter sich der Aufgabe widmen können (BTE 2010).
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 +===== Bestandsaufnahme =====
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 +Ähnlich wie in der Landschaftsplanung müssen Bestandsaufnahmen von den Naturgütern nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) durchgeführt werden. Bei der Bestandsaufnahme sollten insbesondere die Gebiete untersucht werden, die ausschlaggebend für die Schutzwürdigkeit nach BNatSchG und die Erholungseignung sind (RIEKENS 1996: 14). Außerdem müssen die bereits vorhandenen touristischen Ziele und Verkehrsstrukturen wie Wander- und Radwege aufgenommen (BTE 2009b) und, falls erwünscht, hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit geprüft werden (EUROPARC DEUTSCHLAND 2016). Für die Bestandsaufnahme sollten bereits vorhandene Karten, Geoportale und GIS-Daten genutzt werden und bei lückenhafter Datenlage durch eigene Erhebungen ergänzt werden (BTE 2009a).
 +Des Weiteren sollten Ursprünge und Intensitäten des Besucheraufkommens und daraus resultierende Formen des Nutzungsdrucks erfasst werden. Ballungsgebiete sind beispielsweise eine große potentielle Quelle von Naturbesuchenden und können den Nutzungsdruck heben, insbesondere wenn das Angebot an naturnahen Räumen begrenzt ist. Für die Einschätzung des Nutzungsdrucks ist demnach die Erreichbarkeit und Nähe des Gebiets zu Städten sowie zu anderen Erholungsgebieten ausschlaggebend (RIEKENS 1996: 20). Dafür können Besucherzählungen und -befragungen hilfreich sein (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017).
 +Die Bestandsaufnahme ist auch der Schritt, in welchem die bestehenden und potentiellen Konflikte sowohl zwischen der Natur und den Besuchenden als auch den verschiedenen Nutzergruppen identifiziert werden sollten (ebd.) (s. Konfliktentstehung). Hier empfehlen sich Gespräche mit Akteuren vor Ort (BTE 2009b), die nach Möglichkeit bereits in den Vorüberlegungen in Betracht gezogen wurden.
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 +===== Bestandsanalyse =====
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 +Bei der Bestandsanalyse werden die zuvor erhobenen Daten verarbeitet. Gebiete mit geringer Gefährdung der Natur und hoher Qualität hinsichtlich des Natur- und Landschaftserlebens sind günstig als Erholungsgebiet. Sie versprechen ein geringes Konfliktpotential gegenüber der Natur und gleichzeitig eine hohe Zufriedenheit der Besuchenden. Beide sind Faktoren für den Erfolg des Besucherlenkungskonzeptes (RIEKENS 1996: 69). 
 +Um Gebiete mit hoher Erholungseignung zu ermitteln, werden ästhetisch-psychologische und hygienisch-medizinische Aspekte herangezogen und analysiert. Zu den ästhetisch-psychologischen Aspekten zählen Naturnähe, Schönheit, Ungestörtheit von Belastungen sowie Eigenart und Vielfalt der Natur. Hygienisch-medizinische Aspekte sind Zugänglichkeit und Erreichbarkeit unter anderem von Toiletten und Mülleimern (ebd.: 18). Auch infrastrukturelle Aspekte wie die Erreichbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs, von Fahrrad- und Wanderwegen sowie von Parkplätzen sollten betrachtet werden. Durch Überlagerung der nach BNatSchG schützenswerten und für die Erholung geeigneten Gebiete „//ergeben sich Vorranggebiete für die Erholung und für den Naturschutz//“ (ebd.: 19) sowie Konfliktbereiche an Überlagerungsstellen (ebd.).
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 +===== Auswahl der Methoden und Lenkungsmaßnahmen =====
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 +Die räumliche Verteilung der Freizeitaktivitäten durch Lenkungsmaßnahmen steht im Zentrum des Besucherlenkungskonzeptes (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017); konkret bedeutet das, welche Methoden wo Anwendung finden (LUBW 2008) (s. Methoden). Hierfür werden die Ergebnisse zum Nutzungsdruck aus der Bestandsaufnahme sowie die Vorranggebiete aus der Bestandsanalyse genutzt. Dort, wo sich Gebiete für Erholung und Naturschutz überschneiden, in den Konfliktbereichen, sollte mit betroffenen Akteuren nach Lösungen gesucht werden (BAFU 2008). Sehr wichtig ist hier die gesamträumliche Betrachtung, da sonst die Gefahr besteht, dass Konflikte lediglich in einen Nachbarraum verlagert werden (ebd.). Eine mögliche Maßnahme zur Entlastung von naturschutzfachlich wertvollen Gebieten ist die Aufwertung weniger sensibler, aber gering besuchter Gebiete, sodass diese an touristischer Attraktivität gewinnen (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017).
 +Das Angebot an Freizeitaktivitäten sollte insgesamt zielgruppenorientiert sein, um den Wünschen und Bedürfnissen der Besuchenden gerecht zu werden und sich ihrem Verhalten möglichst gut anzupassen (BTE 2009a). Dafür bietet sich eine Literaturanalyse, insbesondere zu den Natursportaktivitäten (ebd.) und zur Barrierefreiheit an. 
 +Lenkungsmaßnahmen, wie in der Wegeführung, sollten möglichst viele Anschlüsse an den öffentlichen Personennahverkehr haben (LUBW 2008). Die Anwendung zeitlich begrenzter oder saisonaler Lenkungsmaßnahmen (zum Beispiel Straßensperrungen in der Krötenwanderzeit) sollten in Betracht gezogen werden. Außerdem muss entschieden werden, wo harte Maßnahmen (Ge- und Verbote), sowie weiche Maßnahmen (Appelle an die Vernunft) angewendet werden (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017). Weiche Maßnahmen werden von Besuchenden eher akzeptiert als harte. Deshalb sollten Ver- und Gebote nur erlassen werden, wenn ihr Vollzug gewährleistet ist (BAFU 2008).
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 +===== Monitoring =====
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 +Schlussendlich sollte ein Monitoring konzeptioniert werden. Den zentralen Bestandteil stellt eine Gruppe aus Akteuren dar, die bereits bei der Erstellung des Besucherlenkungskonzepts mitgewirkt haben (BTE 2009a). Ihre Aufgaben sind, für eine einheitliche Anwendung und für die Umsetzung der Leitlinien zu sorgen (ebd.) und dass die Besucherlenkungsinfrastruktur gepflegt wird (LUBW 2008) sowie gegebenenfalls eine Weiterentwicklung der Leitbilder, Leitlinien und Maßnahmen (BTE 2009a). Dabei hilft die regelmäßige Überprüfung, ob das Besucherlenkungskonzept den Erwartungen gerecht wird (LUBW 2008). Maßnahmen, die nicht funktionieren, sollten verbessert werden (BAFU 2008).
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 +====== Methoden ======
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 +Die analoge Besucherlenkung besteht aus verschiedenen Methoden. Im Folgenden werden die wichtigsten anhand von Definitionen, Voraussetzungen, Erfolgsfaktoren und Best-Practice-Beispielen erläutert und der Bestand im BRSC geprüft.
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 +===== Beschilderungen =====
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 +Beschilderungen sind ein bedeutender Bestandteil der nicht-digitalen Besucherlenkung. So dienen sie – je nach Inhalt – einerseits als Richtungsweiser zu den Zielen innerhalb des Gebietes oder zur Sichtbarmachung der spezifischen Streckenverläufe. Andererseits können sie auch selbst als (Zwischen-) Ziele fungieren, etwa um Bildungsinformationen auf Naturlehrpfaden beziehungsweise Themenwegen anzubieten (s. Themenwege).
 +Ein allgemeines Problem in der Anwendung eines Beschilderungssystems als Lenkungsmaßnahme ist das Fehlen einer (allgemein rechtlich bindenden) einheitlichen Vorgabe für die Gestaltung der Schilder (vgl. BTE 2009b: 30ff, REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 26, EUROPARC DEUTSCHLAND o.J.: 2, 4). Bisher obliegt die Verantwortung den Wege-Inhaberinnen, Routenerstellenden oder den Schutzgebietsverwaltungen. Somit kann zwar eine gebietseigene Beschilderungsart entwickelt und angeboten werden, die für das jeweilige Gebiet typisch ist und einen Wiedererkennungswert in der Region besitzt. Jedoch kann eine nicht-einheitliche Beschilderung im gleichen Raum zulasten der Besuchenden gehen, welche beispielsweise durch viele verschiedene Farbcodes, Piktogramme, Schriftschnitte und Formen für die selbige Zielgruppe überfordert werden (BTE 2009b: 30ff, REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 26). Eine besonders problematische Konsequenz hiervon kann das Ignorieren der Lenkungsmaßnahmen sein.
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 +** Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren **
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 +Um den Zielgruppen eine bestmögliche Orientierungshilfe zu bieten und eine klare Zuordnung der betreffenden Nutzungsarten zu ermöglichen, können entsprechende Piktogramme (zum Beispiel für Fahrrad- oder Wanderrouten) oder Routenlogos verwendet werden, welche dem gesamten Streckenverlauf folgend vertreten sind (EUROPARC DEUTSCHLAND o.J.: 3ff, 21ff, 29). Doch auch zielgruppenübergreifende Piktogramme, etwa zur Kennzeichnung von Versorgungsstätten, können hilfreich sein, sofern die Darstellungen eindeutig, allgemein verständlich und dementsprechend nachvollziehbar sind (ebd.).
 +Ein besonderes Augenmerk sollte jedoch auf die eingangs erwähnte einheitliche Darstellung gelegt werden. Neben der Verwendung der genannten Piktogramme betrifft dies vor allem die Dimensionierung der Schilder sowie ihrer Inhalte und die jeweilige Farbgebung. Es gibt zwar keine allgemein rechtlich bindenden Vorgaben (in einigen Landeswaldgesetzen sind den Forstverwaltungen begrenzte Vorgaben zur Gestaltung der Waldbeschilderungen gegeben), jedoch wurden für verschiedene Regionen und Schutzgebiete Empfehlungen erstellt und umgesetzt (vgl. BTE 2009b, EUROPARC DEUTSCHLAND o.J.). Auch das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat umfangreiche Empfehlungen ausgearbeitet, an denen sich einige gebietsspezifische Konzepte orientieren (EUROPARC DEUTSCHLAND o.J.: 2f, 19ff). So werden für die verschiedenen Inhalte (Versorgungsstätten, Sehenswürdigkeiten, Routenverläufe) eigene Farbkategorien vorgeschlagen, um den Besuchenden eine schnelle Identifizierung der Zielangaben zu ermöglichen (vgl. BTE 2009b: 30, 74ff; <imgref image1>).
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 +<imgcaption image1|Empfehlung zur Kategorisierung und Darstellung von Richtungsschildern mit farblicher Differenzierung (BTE 2009b: 74)>{{ :vertiefung:aufgabe1:analogebl_1.png?400|}}</imgcaption>
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 +Eine weitere Voraussetzung in der Konzipierung eines geeigneten Beschilderungssystems ist die zeitgemäße Wiedergabe der gewünschten Informationen, was vor allem für umfangreichere Informationstafeln relevant ist. Allgemein wird die Verwendung von Bildmaterial vorgeschlagen, einerseits zur grafischen Aufwertung beziehungsweise Auflockerung des Textes, andererseits zur Ergänzung des textlichen Inhalts (vgl. BTE 2009b: 62ff). Hiermit können ebenso Barrieren zum Beispiel für Menschen mit Lernschwächen oder Menschen, die nicht lesen können, reduziert werden, sofern die Grafiken entsprechend verständlich dargestellt sind (BZB 2010: 9). Auch sollten die Sätze kurz und einfach formuliert werden, das heißt möglichst ohne Fachbegriffe oder Schachtelsätze (ebd.)
 +Interaktive Medien – wie Klappschilder – erfreuen sich ebenfalls einer großen Beliebtheit, vor allem auf Lehrpfaden (HTR 2010). Die Besuchenden werden mit einer Frage konfrontiert, über deren Lösung sie sich – im Falle von Klappschildern – zunächst selbst Gedanken machen müssen, bevor sie die Antwort aus einer Verdeckung hervorbringen. Somit werden die Nutzenden aktiv am Lernprozess beteiligt.
 +Für den Fall, dass eine Notwendigkeit für „//harte Maßnahmen//“ wie Verbotsschilder besteht, sollten diese durch entsprechende „//weiche Maßnahmen//“ begleitet werden (BAFU 2008: 39f, HTR 2010). Hier bietet es sich an, Verbote zu erläutern und an die Rücksichtnahme der Besuchenden zu appellieren (BAFU 2008: 40). Möglich wird dies durch Informationen, zum Beispiel über die Bedeutung von Kernzonen, und eine allgemeine Sensibilisierung der Besuchenden für ökologische Prozesse und naturschutzfachliche Maßnahmen.
 +Mobilitätseingeschränkten Personen können durch verschiedene bauliche Maßnahmen unnötige Barrieren genommen werden. So wird beispielsweise empfohlen, bei der Gestaltung der Schilder von einer mittleren Ablesehöhe von 1,3 Meter auszugehen (BZB 2010: 11f). Auch die Berücksichtigung von Freiraum unter Informationstafeln kann dazu beitragen, dass Rollstuhlfahrenden eine angenehme Ablesedistanz gewährleistet werden kann (ebd.).
 +Seheingeschränkten – wie (Farben-) Blinde – kann beispielsweise durch Übersetzungen in Punktschrift und der Verwendung kontrastreicher Farben ein barrierearmes Naturerlebnis geboten werden (BZB 2010: 9).
 +Um die Beschilderung angemessen in die Umgebung zu integrieren und die Nutzenden nicht mit einem Überangebot zu überfordern („//Schilderwald//“ [HTR 2010]) sowie die Effizienz dieser Lenkungsmaßnahme zu gewährleisten, muss ebenso die Frage nach den Aufstellorten behandelt werden (ebd.). Hierzu ist eine genaue Analyse des Besuchendenaufkommens nach Standort gefragt. Zudem reicht es bei einfachen Richtungsangaben einzelner Routen gegebenenfalls aus, kleine Schilder mit einem entsprechenden Piktogramm und Richtungspfeil anzubieten (vgl. BTE 2009b: 74).
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 +** Best-Practice-Beispiele **
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 +Für eine einheitlichere und besucherfreundlichere Gestaltung der Beschilderung, wurde für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb eine neue „//Besucherlenkungskonzeption//“ (BTE 2009b) erstellt, welche die genannten Herausforderungen aufgreift und entsprechend der beispielhaften Erfolgsfaktoren detaillierte Umsetzungsempfehlungen aushandelt (ebd.). So wurde beispielsweise bei den Infotafeln auf die DIN-Empfehlungen zurückgegriffen und über bauliche sowie inhaltliche Dimensionierungen ein gebietseinheitliches System entwickelt (ebd.: 62ff).
 +Das Biosphärenreservat Rhön bietet eine vorbildliche Einbindung der Barrierefreiheit in der Planung eines zeitgemäßen Konzepts für die Besucherlenkung. Neben baulichen und infrastrukturellen Maßnahmen werden auch Möglichkeiten geprüft, um unter anderem das Bildungsangebot barrierearm zu gestalten (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 37f). Hierfür soll eine Kooperation mit weiteren, überregionalen Partnerinnen, wie „Behindertenverbänden“ und „Behindertenbeauftragten“ sowie mit Naturschutzorganisationen, welche über entsprechende Erfahrung in dieser Thematik verfügen, ausgebaut werden (ebd.).
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 +===== Printmedien =====
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 +Printmedien eignen sich hervorragend als Ergänzung zu bestehenden Beschilderungen (s. Beschilderungen), können sie aber teilweise auch ersetzen, um somit eine Reduzierung der bebauten Flächen im Gebiet zu ermöglichen (HTR 2010). So können neben den klassischen Wanderkarten auch Broschüren zu den jeweiligen Themenwegen oder Bücher über das Schutzgebiet („//Wanderlesebücher//“) erstellt werden (ebd.). In letzteren können alle Bildungsinformationen und Streckenverläufe abgebildet sein, sodass lediglich Richtungsschilder im Gelände notwendig sind. Printmedien stellen so eine ideale Verknüpfung zu anderen Methoden dar. Zudem können sie zur Erläuterung von ausführlichen Informationen zu etwaigen Barrieren und verschiedenen Einschränkungsarten genutzt werden. Hierfür muss jedoch ein barrierearmer Zugang zu diesen Medien sichergestellt sein.
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 +** Voraussetzungen **
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 +Für Printmedien gelten prinzipiell vergleichbare Voraussetzungen wie die für Beschilderungen (s. Beschilderungen) genannten. Auch hier muss auf eine einheitliche und ansprechende Gestaltung geachtet, sowie zwischen textlichem und grafischem Anteil – mit Rücksichtnahme auf den gewünschten Informationsgehalt – abgewogen werden (vgl. BTE 2009b: 29, REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 78).
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 +** Erfolgsfaktoren **
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 +Eine Besonderheit gegenüber den Beschilderungen ist, dass der Inhalt der Printmedien zielgruppenspezifisch ausgerichtet sein kann. Ist dies der Fall, müssen sich die Nutzenden nicht mit den Lenkungsmaßnahmen der anderen Nutzungsformen auseinandersetzen. Um auch hier ein barrierearmes Naturerleben zu ermöglichen, kann neben den oben angeführten Maßnahmen für Beschilderungen zusätzlich auf konkrete Barrieren, zum Beispiel für mobilitätseingeschränkte Besuchende, hingewiesen werden, sodass eine frühzeitige Wegeplanung durch die Betroffenen ermöglicht wird (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 37).
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 +** Best-Practice-Beispiele **
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 +Wie bereits unter Beschilderungen genannt, bietet das Biosphärenreservat Rhön auch bei den Printmedien ein beispielhaftes Konzept zur barrierearmen Gestaltung. So sollen spezielle Angebote an Druckmedien für Menschen mit Handicap ausgearbeitet und angeboten werden, beispielsweise durch Broschüren und Bücher (REGIERUNG VON UNTERFRANKEN 2017: 37-38).
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 +** Printmedien im BRSC **
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 +Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin verfügt über mehrere Faltblätter und Wanderbroschüren zu verschiedenen Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten der Region. Diese sind in der Regel zusammengesetzt aus Karten, Bildern und textlichen Beschreibungen (vgl. LFU 2018a). In den Karten der (Wander-) Routen wurde zumindest teilweise auf barrierearme Darstellungen für Seheingeschränkte geachtet. Diese werden auf der Website des Reservats als selbstauszudruckende Dokumente angeboten und liegen vor Ort an verschiedenen Stellen aus.
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 +===== Ausstellungen =====
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 +VEVERKA (o.J.) beschreibt eine Ausstellung als „eine Anordnung von Elementen (visuell, auditiv, etc.) […] um eine bestimmte Wirkung“ bei dem Betrachter zu erzielen. Der Duden definiert Ausstellung als eine „Veranstaltung, bei der bestimmte wirtschaftliche oder künstlerische Erzeugnisse zur Schau gestellt werden; Schau“ (BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT 2018). Beide Definitionen geben an, dass es in einer Ausstellung um die Präsentation mehrerer Elemente geht.
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 +** Voraussetzungen **
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 +Im Rahmen der Planung einer Ausstellung wird unter anderem geklärt, welche Kosten anfallen und wie die Ausstellung finanziert werden soll (HESSISCHER MUSEUMSVERBAND 2013). Auch die Art der Ausstellung, zum Beispiel Dauer- oder Sonderausstellung, wird bestimmt. Daneben wird entschieden, in welcher Form ein oder mehrere Themen präsentiert werden sollen. Dafür ist auch die Zielgruppe entscheidend (ebd.). Die Erstellung eines Flächenplans der Ausstellung hilft, die Fläche optimal zu nutzen (HESSISCHER MUSEUMSVERBAND 2013, VEVERKA o.J.). 
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 +** Erfolgsfaktoren **
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 +Damit die Ausstellung besucht wird, sollte sie nicht in ähnlicher Form schon in der Region vorhanden sein (HESSISCHER MUSEUMSVERBAND 2013). „Provokative Titel, ausdrucksvolle Bilder, interessante Grafiken, etc.“ (VEVERKA o.J.) schaffen einen Anreiz für den Besuchende, in die Ausstellung zu gehen und sich mit den dargestellten Themen auseinanderzusetzen. Dabei sind auch Vergleiche aus dem alltäglichen Leben der Besuchenden hilfreich (ebd., PEARCE 2004: 13).
 +Verschiedene Methoden zur Vermittlung der Informationen ermöglichen Besuchenden sowohl passiv als auch aktiv an der Ausstellung teilzunehmen (VEVERKA o.J.). Dazu sollten nicht nur Texte, sondern bildliche Darstellungen, Nachbildungen und Modelle (möglichst zum Anfassen) sowie originale Ausstellungsstücke genutzt werden (PEARCE 2004: 13, VEVERKA o.J., vgl. LANDESSTELLE FÜR DIE NICHTSTAATLICHEN MUSEEN 2013). Verschiedene Detaillevel in der Informationsbereitstellung berücksichtigen dabei unterschiedliche Grade an Interesse der Besuchenden (PEARCE 2004: 14). Mehrsprachige Informationsbereitstellung unterstützt die Vermittlung von Informationen an ausländische Gäste (LANDESSTELLE FÜR DIE NICHTSTAATLICHEN MUSEEN 2013, MLUL 2009). Die Berücksichtigung der Barrierefreiheit für Menschen mit Einschränkungen im Bewegungsapparat, des Seh- und/ oder des Hörsinnes ermöglicht auch diesen das Erleben der Ausstellung (ebd., vgl. PEARCE 2004: 10). 
 +Neben einer vielfältigen methodischen Darstellung sollte darauf geachtet werden, dass Beschriftungen nicht zu lang oder zu klein sind, da die Besuchenden sonst schnell das Interesse verlieren können. Soll eine bestimmte Stimmung hervorgerufen werden, kann dies durch Farben und Geräusche unterstützt werden (VEVERKA o.J.). 
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 +** Best-Practice-Beispiele **
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 +Beispiele für Ausstellungen sind im Kapitel Besucherzentren erwähnt.
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 +** Ausstellungen im BRSC **
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 +Im Biosphärenreservat gibt es eine Ausstellung in Altkünkendorf zum Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin (WELTNATURERBE BUCHENWALD GRUMSIN 2016). Hier wird „//über Flora und Fauna des Grumsins, seine Geschichte und seine Bedeutung//“ (ebd.) informiert. Im Besucherzentrum „Blumberger Mühle“ gibt es Ausstellungen rund um das Thema Umwelt (LFU 2018b).
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 +===== Besucherzentren =====
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 +PEARCE (2004: 8) definiert ein Besucherzentrum als „//einen eindeutig gekennzeichneten, öffentlich zugänglichen Ort, an dem Personal vor allem Reisenden Informationen bereitstellt, um ihnen Erlebnisse zu ermöglichen//“. Das Besucherzentrum wirbt durch Informationsbereitstellung über die Region, Ausflugstipps oder auch den Verkauf regionaler Produkte für die Region (ebd., vgl. MLUL 2009). Über die Vermittlung von Informationen „//zu Merkmalen der Region//“ (PEARCE 2004: 9) soll außerdem „ein Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten“ (ebd.) der Besuchenden gegenüber der Natur geschaffen werden (s. Einführung Besucherlenkung). Besucherzentren helfen dabei, Besucherströme zu lenken, um Massenansammlungen an sensiblen Orten zu vermeiden (PEARCE 2004: 10). Dies kann unter anderem durch Tipps zum Beispiel zu „//alternative//[n]// Orte//[n]// mit weniger Besucherandrang//“ (ebd.) geschehen. Durch diese Optionen verteilen sich die Besuchenden auf verschiedene Sehenswürdigkeiten (ebd.). Das Besucherzentrum kann als eigene Sehenswürdigkeit oder als Ersatz für eine nicht zugängliche Attraktion dienen: Gerade für physisch eingeschränkte Besuchende kann das Besucherzentrum das Erleben einer Sehenswürdigkeit überhaupt erst ermöglichen (ebd.). Besucherzentren können auch „//als Gemeinschaftseinrichtungen für eine Bandbreite an lokalen, kulturellen und sozialen Veranstaltungen//“ (ebd.) dienen. Im Umweltbereich hat für ein Besucherzentrum neben der Besucherlenkung die Umweltbildung eine zentrale Rolle (MLUL 2009).
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 +** Voraussetzungen **
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 +Im Zuge der Planung, der Errichtung und des Betriebs eines Besucherzentrums muss unter anderem geklärt werden, wie viel das Besucherzentrum kostet und wie es finanziert werden soll (MLUL 2009). In Brandenburger Schutzgebieten erfolgt häufig eine Mischfinanzierung aus Eigenmitteln, Drittmitteln (zum Beispiel NABU, BUND), Beteiligung der Kommunen sowie Projektförderungen (ebd.). Ist das Besucherzentrum im Eigentum des Landes, wird der Betrieb in der Regel „//über den Haushalt des Landesumweltamts finanziert//“ (MLUL 2009: 5). Auch die Frage des Trägers der Einrichtung muss geklärt werden (MLUL 2009). In Schutzgebieten in Brandenburg ist der Träger in der Regel das Land oder ein externer Träger, welcher meistens ein gemeinnütziger Verein ist (ebd.). Weiterhin sollte bestimmt werden, wie viel Personal nötig ist und welche Aufgaben dieses zu erledigen hat (ebd.). Häufig werden zusätzlich zum Hauptpersonal „//durch das Arbeitsamt geförderte Mitarbeiter, Zivildienstleistende und Absolventen eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs (FÖJ) sowie Ehrenamtliche eingesetzt//“ (MLUL 2009: 3). Dadurch ist „//die Personalausstattung //[…]// quantitativ und qualitativ heterogen//“ (ebd.). Des Weiteren ist die Raumfrage zu klären (MLUL 2009, PEARCE 2004: 13, LANDESSTELLE FÜR DIE NICHTSTAATLICHEN MUSEEN 2013). Neben der Ausstellungsfläche sollten Sanitäranlagen vorhanden sein (MLUL 2009). Dazu kommen unter anderem Räume für das Personal und für die Lagerung von Ausstellungsstücken (PEARCE 2004: 13). Zusätzlich kann noch ein Shop und/ oder ein gastronomischer Bereich Raum beanspruchen (LANDESSTELLE FÜR DIE NICHTSTAATLICHEN MUSEEN 2013). Auch die Frage der Erreichbarkeit des Besucherzentrums durch Besuchende ist zu klären (MLUL 2009, PEARCE 2004: 12f).
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 +** Erfolgsfaktoren **
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 +Die Erreichbarkeit des Besucherzentrums ist sowohl Voraussetzung als auch Erfolgsfaktor. Sie ist unter anderem durch die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gegeben (MLUL 2009). Die Ausschilderung (s. Beschilderungen) des Besucherzentrums an Straßen und Haltestellen, um Besuchende auf das Infozentrum aufmerksam zu machen und ihnen den Weg zu weisen, ist ebenfalls wichtig (Pearce 2004: 12). Die Erreichbarkeit für physisch eingeschränkte Besuchende sollte gewährleistet sein, indem der Eingang und die Räume für die Besuchenden ebenerdig gestaltet oder mit einer Rampe, einem Fahrstuhl oder ähnlichem zugänglich sind (ebd.). Die Öffnungszeiten sollten an die Nachfrage der Besuchenden angepasst sein (MLUL 2009).
 +Des Weiteren sollte das Angebot für die Besuchenden möglichst vielfältig sein (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen 2013, MLUL 2009, Pearce 2004: 13). Neben Ausstellungen kann auch durch Führungen oder andere Informationsveranstaltungen Wissen vermittelt werden (MLUL 2009). Zusätzliche Angebote, wie gestaltete Außenanlagen, Spielmöglichkeiten, ein Souvenir-Shop oder gastronomische Einrichtungen sind weitere Anreize für den Besuch. Zum Erfolg eines Besucherzentrums können auch gesonderte Angebote für Kindergärten und Schulklassen oder andere Gruppenangebote beitragen (ebd.).
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 +** Best-Practice-Beispiele **
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 +Als Best-Practice-Beispiele sind das Limesinformationszentrum in Hessen sowie das Biosphärenhaus Pfälzerwald/ Nordvogesen zu nennen. In beiden Zentren finden sich Elemente der Barrierefreiheit und die Informationsbereitstellung findet in mindestens einer weiteren Sprache statt (BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN 2017b, c, MAGISTRAT DER STADT HUNGEN 2014). Beide Zentren sind für Rollstuhlfahrer barrierefrei (BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN 2017a, MAGISTRAT DER STADT HUNGEN 2014). Im Limesinformationszentrum gibt es für Hörgeschädigte und Blinde Angebote (Magistrat der Stadt Hungen 2014). Die Ausstellungen sind nicht nur zum Ansehen, sondern zum Mitmachen und Ausprobieren konzipiert (BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN 2017b, MAGISTRAT DER STADT HUNGEN 2014). Das Biosphärenhaus Pfälzerwald/Nordvogesen hat seine Innenräume thematisch passend zu den Ausstellungsthemen gestaltet (BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN 2017b).
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 +** Besucherzentren im BRSC **
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 +Im BRSC gibt es das Besucherzentrum „Blumberger Mühle“ in Angermünde (MLUL 2009). Es wird vom NABU Deutschland e.V. betrieben. In der Bewertung vom MLUL (2009) wird die Situation des Besucherzentrums mit den Stichworten „//Biosphärenreservat-Ausstellung, beschränkt barrierefrei, Seminarraum, Gastronomie//“ (MLUL 2009: Anlage 1) beschrieben. Es gibt Ausstellungen, einen Naturerlebnispfad, Führungen und weitere Sonderangebote (LFU 2018c).
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 +===== Themenwege =====
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 +Themenwege werden auch als selbstführende Pfade bezeichnet, da sie in ihrer Anlage so konzipiert sind, dass sich Besuchende selbstständig zurechtfinden. 
 +Auf einem Themenweg werden Informationen zu einem bestimmten Thema zusammenhängend präsentiert und vermittelt. Dabei gibt es verschiedene Umsetzungsarten. Der „klassische“ Ansatz ist der Lehrpfad, bei dem die Besuchenden durch die Vermittlung von Wissen idealerweise zu einem umweltgerechteren Verhalten bewegt werden sollen. Etwas moderner ist der Erlebnispfad, der dem Besuchenden ein Thema auf interaktive, spielerische Art und Weise sowie eine bewusste Wahrnehmung mit verschiedenen Sinnen näherbringt. Hier soll eine Handlungsbereitschaft nicht durch reines Fachwissen, sondern durch emotionale Bindungen erreicht werden (NATURPARK SÜDSCHWARZWALD 2006: 8).
 +Das wichtigste Ziel eines Themenweges ist, „//den Besuchern ein anregendes und kurzweiliges Erleben der Natur und der Kultur zu bieten//“ (ebd.: 10). Die Erfüllung dieses Ziels bildet die Grundlage für weitere Ziele, die von vielen Initiatoren verfolgt werden: Besuchende sollen gebildet und für die Schutzwürdigkeit von Gütern sensibilisiert werden; der umwelt- und sozialverträgliche Tourismus einer Gegend kann durch Themenwege und ihre Vermarktung als Freizeitangebote gestärkt werden; durch Themenwege können auch Einheimische  neue und interessante Dinge über ihre Heimat erfahren und sich leichter mit ihr identifizieren, so wird die Bildung einer regionalen Identität unterstützt; zuletzt können Themenwege ein Mittel sein, um auf regional hergestellte Produkte als Besonderheiten hinzuweisen und deren Vermarktung zu unterstützen (ebd.).
 +Die in einem Themenweg üblicherweise eingesetzten Medien sind Schautafeln, Faltblätter und Broschüren. Besonders bei Erlebnispfaden werden außerdem „//dreidimensionale Modelle und interaktive Aktionselemente//“ (ebd.: 13) verwendet. Einen Überblick über Vor- und Nachteile der Medien gibt <imgref image2>.
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 +<imgcaption image2|Vor- und Nachteile unterschiedlicher Medien (NATURPARK SÜDSCHWARZWALD 2006: 13)>{{ :vertiefung:aufgabe1:analogebl_2.png |}}</imgcaption>
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 +** Voraussetzungen **
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 +Bevor mit der konkreten Entwicklung eines Themenweges begonnen werden kann, müssen einige Planungsschritte durchdacht werden. Einer der wichtigsten Schritte ist die Recherche nach einem Gebiet, das sich als Standort für einen Themenweg eignet (s. Bestandsanalyse). Dafür sollten die Charakteristika einer Landschaft und ihre besonderen Eigenschaften herausgearbeitet werden; diese können in der Ästhetik, den Naturgütern, dem Kulturerbe oder dem Wirken des Menschen in der Landschaft begründet sein. Ein Themenweg lässt diese Landschaftselemente durch ihre „//orts- und objektbezogene Betrachtung//“ (NATURPARK SÜDSCHWARZWALD 2006: 17) lebendiger erscheinen.
 +Weitere Vorüberlegungen betreffen die Projektorganisation und den zu betreibenden Aufwand bei Konzeption und Bau. Kompetenzen und Verfügbarkeit des beteiligten Personals müssen ebenso bekannt sein wie Zeitrahmen und Budget, da sie limitierende Faktoren sind. Ein Abstecken der Ziele und Zielgruppen ermöglicht eine bessere Einschätzung des nötigen Aufwandes, um diese zu erreichen. Ebenso können das Potenzial eines Themenweges, Besuchende anzuziehen, und der erwartete Nutzen für die Region dazu herangezogen werden. Ein hoher erwarteter Nutzen des Weges mit einem hohen Potenzial, Besuchende auch aus der weiteren Umgebung anzuziehen, rechtfertigt einen deutlich größeren Aufwand als ein Weg, der nur lokal bedeutsam sein wird (ebd.).
 +Bei der Anlage eines Themenweges müssen auch rechtliche Fragen beachtet werden. Die Routenführung muss im Wald mit der Forstwirtschaft und außerhalb von Ortschaften mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. Bei Baumaßnahmen kann eine Baugenehmigung notwendig sein. Befindet sich der Themenweg auf Privatbesitz, ist ein Gestattungsvertrag von Vorteil. In jedem Fall ist die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen (ebd.).
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 +** Erfolgsfaktoren **
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 +Der Erfolg eines Themenweges hängt von sehr vielen Faktoren ab. Sie können keine Erfolgsgarantie geben, erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Themenweg gut angenommen wird (ebd.). 
 +Eine ansprechende Gestaltung der Medien eines Themenweges ist sehr wichtig. Etwas Farbe, übersichtlich gegliederte und nicht zu lange Texte sowie schnell erfassbare Abbildungen wecken das Interesse der Besuchenden und erleichtern das Verständnis (s. Beschilderungen). Durch ein durchgängiges Grundlayout wird der Weg als zusammenhängende Einheit wahrgenommen. Übersichtskarten und eine deutlich sichtbare Ausschilderung des Weges helfen dem Besuchenden, sich zu orientieren und dem Themenweg ohne Probleme zu folgen. Ist ein Themenweg zum Beispiel durch eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schnell und leicht erreichbar, wird er höchstwahrscheinlich auch mehr Besuchende anziehen (ebd.).
 +Das durch einen Themenweg vermittelte Wissen prägt sich den Besuchenden besser ein, wenn es in Form einer Geschichte erzählt wird. Dies kann erreicht werden, indem zwischen einer Eingangsstation und einer Schlussstation ein erzählerischer Bogen gespannt wird, der durch sinnvolle Überleitungen die einzelnen Stationen verbindet. Gibt es zusätzlich eine Leitidee, also eine zentrale Botschaft des Themenweges, auf die sich alle Stationen beziehen, fällt es Besuchenden leichter, Zusammenhänge zu erkennen und das Thema einzuordnen. Durch interaktive Objekte, das Einbeziehen von allen Sinnen und Bewegungsaktivitäten wird Interesse und Neugier geweckt und Vielfalt in den Themenweg eingebracht. Um den Themenweg barrierefrei zu gestalten, ist es beispielsweise sinnvoll, die Stationen durch mindestens zwei Sinne erfahrbar zu machen (NATURPARK SÜDSCHWARZWALD 2006: 29).
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 +** Best-Practice-Beispiele **
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 +Ein gelungenes Beispiel für einen Erlebnispfad ist der Sinnespfad in Waldkirch im Schwarzwald. Der Weg ist auf die Zielgruppe Familien ausgerichtet und hält an jeder seiner Stationen interaktive Elemente bereit (GLATZ JORDE 2009: 14, <imgref image3>). Die Texte sind in drei Sprachen verfasst, womit die Sprachbarriere überwunden wird.
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 +<imgcaption image3|Sinnesweg – Interaktive Station in Form eines Quiz (MULTIMEDIA-SERVICE 2018)>{{ :vertiefung:aufgabe1:analogebl_3.png?400|}}</imgcaption>
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 +Ein weiteres Beispiel ist der Themenweg „Kandel – Berg der Kräfte“, ebenfalls im Schwarzwald (ebd.). Es besteht ein ganzes Netzwerk aus Informationsstelen, die in verschiedenen Regionen im Kandelbergland positioniert sind und von Broschüren ergänzt werden (<imgref image4>). Sie informieren über verschiedene Themen mit Bezug zum „Berg der Kräfte“ wie Geologie, Bergsport und Vegetation (GEMEINDE SIMONSWALD o.J.a). 
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 +<imgcaption image4|Ausschnitt aus dem Übersichtsflyer der Infostellen im Kandelbergland (GEMEINDE SIMONSWALD o.J.b)>{{ :vertiefung:aufgabe1:analogebl_4.png?400|}}</imgcaption>
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 +** Themenwege im BRSC **
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 +Auf der Webseite des BRSC gibt es keine Übersicht zu Themenwegen. Hinweise zu Themenwegen in der Region finden sich auf den Webseiten der Gemeinde Schorfheide: der Naturlehrpfad Eichheide verläuft um das Naturdenkmal Silkebuche (GEMEINDE SCHORFHEIDE o.J.a), auf dem Kaiserrundweg wird die Geschichte des Werbellinsees erläutert (GEMEINDE SCHORFHEIDE o.J.b) und der Alteichenpfad informiert über den Hutewald, in dem er liegt (GEMEINDE SCHORFHEIDE o.J.c). Da die Gemeinde Schorfheide aber nur einen Teil des BRSC ausmacht, lässt sich keine Aussage treffen, wie viele Themenwege im BRSC vorhanden sind. Außerdem sind die Beschreibungen recht kurz gehalten und kaum Bilder vorhanden. Im Hinblick auf die Erstellung eines Besucherlenkungskonzeptes im kommenden Sommersemester ist eine Bestandsaufnahme vor Ort sinnvoll, um Aussagen über Zustand, Umsetzung und Verbesserungsmöglichkeiten der vorhandenen Themenwege treffen zu können.  
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 +===== Führungen =====
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 +Auf einer Führung in Form eines Spazierganges oder einer Wanderung bekommen Besuchende durch eine fachkundige Person Informationen über ihre Umgebung und lernen so unter anderem deren Eigenschaften, Besonderheiten und Entwicklungen kennen. Führungen finden oft in größeren Gruppen statt, können aber auch für wenige oder einzelne Personen durchgeführt werden.
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 +** Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren **
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 +Die entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Führungen ist die Qualifikation des Personals bezüglich Fachwissen und Vermittlungsfähigkeiten. Nach MERLIN (2017: 239) sind Biosphärenreservate häufig aufgrund von Personalmangel auf Kooperationspartner angewiesen, um Führungen anbieten zu können.
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 +** Führungen im BRSC **
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 +Das BRSC arbeitet mit zehn Natur- und Landschaftsführern zusammen, die unterschiedliche thematische und räumliche Schwerpunkte setzen (LFU 2018b). Besonders Führungen in und rund um den Buchenwald Grumsin als Kernzone des BRSC werden regelmäßig durchgeführt (TOURISMUSVERBAND UCKERMARK e.V. 2018a, 2018b, 2018c).
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 +====== Fazit und Überlegungen für ein Besucherlenkungskonzept im BRSC ======
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 +Für die Erstellung eines Besucherlenkungskonzeptes gibt es kein genau festgelegtes Vorgehen. Jeder Arbeitsschritt muss auf die Bedingungen des beplanten Gebietes angepasst werden – in diesem Fall auf das BRSC – und dessen Besonderheiten sowie die Ziele des Konzepts berücksichtigen. Ein Monitoring der Umsetzung des Konzepts ist hilfreich, um Planungslücken oder -defizite aufzuzeigen und zu verbessern. 
 +Viele der identifizierten Erfolgsfaktoren treffen auf mehrere der Besucherlenkungsmethoden zu. Eine ansprechende Gestaltung ist zentral für Themenwege, Beschilderungen, Ausstellungen und Printmedien. Dabei bergen sowohl vielfältige Themen und Methoden als auch die Ansprache unterschiedlicher Besuchergruppen (zum Beispiel Zielgruppen nach Alter, Sprache, Vorwissen) Potential für eine erfolgreiche Besucherlenkung. Die Erreichbarkeit ist unter anderem erfolgsbestimmend bei Besucherzentren, Ausstellungen und Themenwegen; der Zugang zu Printmedien kann ebenfalls als eine Form der Erreichbarkeit angesehen werden. Außerdem zeigt sich eine enge Verzahnung der Methoden. Besonders Printmedien und Beschilderungen lenken einerseits Besuchende selbstständig und verbinden andererseits die eher lokalen und punktuellen Methoden Besucherzentrum, Ausstellung, Themenweg und Führung. Dies ist aus naturschutzfachlicher Sicht vorteilhaft: Um dem Grundgedanken der Besucherlenkung gerecht zu werden, naturschutzfachlich sensible Gebiete zu entlasten, kann der Einsatz eines strategisch konzipierten Beschilderungssystems und entsprechender Printmedien durch gezieltes „Demarketing“ stattfinden, zum Beispiel indem relevante Gebiete gar nicht erst hervorgehoben werden, während die Aufmerksamkeit auf gewünschte Besuchsziele gelenkt wird (HTR 2010). 
 +Teilweise ergab die Recherche nach dem Stand der analogen Besucherlenkung im BRSC nicht die erhoffte Detailtiefe, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Für die Erstellung eines Konzepts ist demnach eine vertiefende Bestandsaufnahme der hier vorgestellten Methoden vor Ort notwendig, um zu entscheiden, welche Aspekte in das Konzept einfließen sollen.
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 +====== Quellen ======
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 +BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT GMBH (Hrsg.), 2018: Wörterbuch – Ausstellung. Online in Internet: URL: https://www.duden.de/rechtschreibung/Ausstellung [Stand: 25.01.2018].
 +
 +BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN (Hrsg.), 2017a: Ausstellung. Online in Internet: URL: http://www.biosphaerenhaus.de/biosphaerenhaus/ausstellung/ [Stand: 28.01.2018].
 +
 +BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN (Hrsg.), 2017b: Ausstellung – Überblick. Online in Internet: URL: http://www.biosphaerenhaus.de/biosphaerenhaus/ausstellung/ueberblick/ [Stand: 28.01.2018].
 +
 +BIOSPHÄRENHAUS PFÄLZERWALD/NORDVOGESEN (Hrsg.), 2017c: Ausstellung - Biosphärenhaus-Rallye. Online in Internet: URL: http://www.biosphaerenhaus.de/biosphaerenhaus/ausstellung/ biosphaerenhaus-rallye/ [Stand: 28.01.2018].
 +
 +BTE (Hrsg.), 2009a: Besucherlenkungs- und Informationskonzept Naturpark Pfälzerwald. Online in Internet: URL: http://www.pfaelzerwald.de/wp-content/uploads/2015/03/Besucherlenkung_ Mitgliedervers-16-12-2009.pdf [Stand: 16.01.2018].
 +
 +BTE (Hrsg.), 2009b: Besucherlenkungskonzeption für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Endbericht. Online in Internet: URL: http://biosphaerengebiet-alb.de/images/downloads/2009-04-15_Endbericht_BTE.pdf [Stand: 16.01.2018].
 +
 +BTE (Hrsg.), 2010: Mit guten Wegen was bewegen. Online in Internet: URL: http://www.pfaelzerwald.de/wp-content/uploads/2015/05/Arbeitshilfe_Kommunen-PW_300dpi.pdf [Stand: 15.01.2018].
 +
 +BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (BFN) (Hrsg.), o. J.a: Natur und Erholung. Online in Internet: URL: https://www.bfn.de/themen/gesellschaft/historische-grundlagen/natur-und-erholung.html [Stand: 04.02.2018].
 +
 +BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (BFN) (Hrsg.), o. J.b: Naturschutz und Sport/Freizeit. Online in Internet: URL: https://www.bfn.de/themen/tourismus-sport/sport.html [Stand: 04.02.2018].
 +
 +BUNDESAMT FÜR UMWELT (BAFU) (Hrsg.), 2008: Freizeit und Erholung im Wald. Online in Internet: URL: https://www.waldschweiz.ch/fileadmin/user_upload/user_upload/Wissen/Waldfunktionen/ Freizeit_und_Erholung_im_Wald.pdf [Stand: 01.02.2018].
 +
 +BUNDESKOMPETENZZENTRUM BARRIEREFREIHEIT (BZB) (Hrsg.), 2010: Mindestanforderungen zum barrierefreien Naturerleben. Online in Internet: URL: http://www.barrierefreiheit.de/tl_files/bkb-downloads/Projekte/barrierefreies_naturerleben/Mindestanforderungen_Barrierefreies_ Naturerlebnis .pdf [Stand 16.01.2018].
 +
 +BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ, BAU UND REAKTORSICHERHEIT (BMUB) (Hrsg.), 2017: Nachhaltiger Tourismus. Online in Internet: URL: http://www.bmub.bund.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/ tourismus-sport/nachhaltiger-tourismus/ [Stand: 04.02.2018].
 +
 +EUROPARC DEUTSCHLAND E.V. (Hrsg.), 2016: Barrierefreies Naturerleben planen. Online in Internet: URL: http://www.europarc-deutschland.de/wp-content/uploads/2017/03/Barrierefeies-Naturerleben-planen.pdf [Stand: 17.01.2018].
 +
 +EUROPARC DEUTSCHLAND E.V. (Hrsg.), o.J.: Beschilderung von Wanderwegen in Großschutzgebieten. Online in Internet: URL: http://www.europarc-deutschland.de/wp-content/uploads/2015/06/Wegeleitsystem.pdf [Stand: 16.01.2018].
 +
 +GEMEINDE SCHORFHEIDE (Hrsg.), o.J.a: Rundwanderung/Radtour Naturdenkmal Silkebuche. Online in Internet: URL: http://www.schorfheide.de/298.0.html [Stand 15.01.18].
 +
 +GEMEINDE SCHORFHEIDE (Hrsg.), o.J.b: Kaiserrundweg. Online in Internet: URL: http://www.schorfheide.de/295.0.html?&tx_schorfhkat_pi1%5Bdetail%5D=1 [Stand 15.01.18].
 +
 +GEMEINDE SCHORFHEIDE (Hrsg.), o.J.c: Alteichenpfad am Werbellinsee. Online in Internet: URL: http://www.schorfheide.de/1291.0.html?&tx_schorfhkat_pi1%5Bdetail%5D=1 [Stand 15.01.18].
 +
 +GEMEINDE SIMONSWALD (Hrsg.), o.J.a: Die Entdeckungsräume im Kandelbergland. Online in Internet: URL: http://www.kandelbergland.de/dieentdeckungsraeume.html [Stand 28.01.18].
 +
 +GEMEINDE SIMONSWALD, o. J.b: Die Entdeckungsräume im Kandelbergland. Online in Internet: URL: www.kandelbergland.de/kraeftemessen-162.html?file=tl_files/kandelbergland/images/allgemein/downloads/kandelflyer.pdf [Stand 28.01.18].
 +
 +GLATZ JORDE, S. (Hrsg.), 2009: Best Practise Beispiele der Besucherlenkung und Besucherinformation. Online in Internet: URL: https://www.visiman.ch/fileadmin/user_upload/customers/visiman/projekt/Besucherlenkung_SGlatz.pdf [Stand 03.01.18].
 +
 +HESSISCHER MUSEUMSVERBAND E.V. (Hrsg.), 2013: Grundladen der Ausstellungskonzeption. Online in Internet: URL:  www.museumsverband-hessen.de/magic/show_image.php?id=10482&download... [Stand: 18.01.2018].
 +
 +HOCHSCHULE FÜR TECHNIK RAPPERSWIL (HTR), 2013: visiman: Besucherlenkung. Online in Internet: URL: https://www.visiman.ch/Besucherlenkung.6489.0.html [Stand 28.01.2018].
 +
 +LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (Hrsg.), 2018a: Aktiv in der Natur. Online in Internet: URL: http://www.schorfheide-chorin-biosphaerenreservat.de/erleben-lernen/aktiv-in-der-natur/ [Stand 03.02.2018].
 +
 +LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (Hrsg.), 2018b: Führungen im Biosphärenreservat und Weltnaturerbe. Online in Internet: URL: http://www.schorfheide-chorin-biosphaerenreservat.de/erleben-lernen/aktiv-in-der-natur/fuehrungen-im-biosphaerenreservat-und-weltnaturerbe/ [Stand 26.01.18].
 +
 +LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (Hrsg.), 2018c: NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle. Online in Internet: URL: http://www.schorfheide-chorin-biosphaerenreservat.de/themen/ausflugsziele-erlebnisse/nabu-naturerlebniszentrum-blumberger-muehle/ [Stand: 22.01.2018].
 +
 +LANDESANSTALT FÜR UMWELT, MESSUNGEN UND NATURSCHUTZ BADEN-WÜRTTEMBERG (LUBW) (Hrsg.), 2008: Lehrpfade und Lehrgärten. Online in Internet: URL: https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/44706/arbeitsmaterialie_047.pdf?command=downloadContent&filename=arbeitsmaterialie_047.pdf [Stand: 17.01.2018].
 +
 +LANDESSTELLE FÜR DIE NICHTSTAATLICHEN MUSEEN BEIM BAYERISCHEN LANDESAMT FÜR DENKMALPFLEGE (Hrsg.), 2013: Museum heute – Fakten – Tendenzen – Hilfen. Online in Internet: URL:  https://www.museen-in-bayern.de/uploads/media/Mh_44_2013.pdf [Stand: 15.01.18].
 +
 +MAGISTRAT DER STADT HUNGEN (Hrsg.), 2014: Touristik - Hof Grass und Regionales Limesinformationszentrum. Online in Internet: URL: https://www.hungen.de/touristik/hof-grass-und-limesinformationszentrum.html [Stand: 28.01.2018].
 +
 +MERLIN, C., 2017: Tourismus und nachhaltige Regionalentwicklung in deutschen Biosphärenreservaten. Dissertation Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 379 S.
 +
 +MILLER, R., 1986: Einführung in die Ökologische Psychologie. Leske Verlag + Budrich, Leverkusen: 272 S.
 +
 +MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG, UMWELT UND VERBRAUCHERSCHUTZ DES LANDES BRANDENBURG (MLUL) (Hrsg.), 2009: Landeskonzeption für die Besucherzentren der Naturparke, Biosphärenreservate und des Nationalparks. Online in Internet: URL: http://www.lfu.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.3310.de/LK_Besucherzentren_2009.pdf [Stand: 15.01.2018].
 +
 +MULTIMEDIA-SERVICE (Hrsg.), 2018: Der Baumkronenweg in Waldkirch. Online in Internet: URL: https://www.schwarzwald.com/sehenswertes/baumkronenweg.html [Stand: 26.01.18].
 +
 +NATURPARK SÜDSCHWARZWALD (Hrsg.), 2006: Lehr-, Erlebnis- und Themenpfade-Handbuch. Online in Internet: URL: http://www.naturpark-suedschwarzwald.de/sites/default/files/upload_imce/lehr-erlebnis-themenpfade.pdf [Stand 15.01.18].
 +
 +PEARCE, P. L. (Hrsg.), 2004: The Functions and Planning of Visitor Centres in Regional Tourism. In: The Journal of Tourism Studies, Mai 2004, Volume 15, No. 1: S. 8-17.
 +
 +REGIERUNG VON UNTERFRANKEN (Hrsg.), 2017: Neues Rahmenkonzept UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Band III – Wie sieht unser Weg aus? Online in Internet: URL: http://biosphaerenreservat-rhoen.de/_upl/br/_pdf/2017-06-26_Band-III-ENTWURF-RK2.0.pdf [Stand 28.12.2018].
 +
 +RIEKENS, S., 1996: Besucherlenkung im naturnahen Raum; Lösungsansätze für den Konflikt Erholung - Naturschutz. Band 5, Natursport-Verlag Rolf Strojec: Darmstadt, 187 S.
 +
 +TOURISMUSVERBAND UCKERMARK E.V. (Hrsg.), 2018a: Führung "Weltnaturerbe & Brennerei". Online in Internet: URL: https://www.tourismus-uckermark.de/angebote/biosphaerenreservat-schorfheide-chorin/fuehrung-weltnaturerbe-brennerei.html [Stand 26.01.18].
 +
 +TOURISMUSVERBAND UCKERMARK E.V. (Hrsg.), 2018b: Führung „Ein Urwald entsteht“ Buchenwald Grumsin. Online in Internet: URL: https://www.tourismus-uckermark.de/angebote/biosphaerenreservat-schorfheide-chorin/kernzonen-fuehrung-ein-urwald-entsteht-buchenwald-grumsin.html [Stand 26.01.18].
 +
 +TOURISMUSVERBAND UCKERMARK E.V. (Hrsg.), 2018c: Sonntags-Führung „Grumsin Impressionen“. Online in Internet: URL: https://www.tourismus-uckermark.de/angebote/biosphaerenreservat-schorfheide-chorin/sonntags-fuehrung-grumsin-impressionen.html [Stand 26.01.18].
 +
 +UNIVERSITÄT BONN (Geographisches Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) (Hrsg.), 2004: Konzept zur Besucherlenkung im Distrikt Wahlerscheid des Nationalparks Eifel. Bonn: 95 S.
 +
 +VEVERKA, J. A. (Hrsg.), o.J.: Tips and Concepts for planning truly “Interpretive” Exhibits. Online in Internet: URL: http://www.heritageinterp.com/interpre4.htm [Stand: 21.01.2018].
 +
 +WELTNATURERBE BUCHENWALD GRUMSIN E.V. (Hrsg.), 2016: Infopunkt – Die Wissensquelle am Weltnaturerbe. Online in Internet: URL: http://www.weltnaturerbe-grumsin.de/?page_id=409 [Stand: 22.01.2018].