vertiefung:aufgabe1:besucherlenkung_elektromobilitaet
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| vertiefung:aufgabe1:besucherlenkung_elektromobilitaet [2018/06/03 01:32] – tom | vertiefung:aufgabe1:besucherlenkung_elektromobilitaet [2018/06/03 01:37] (aktuell) – [Ziele, Zielgruppen und Interessen im Bereich der E-Mobilität] tom | ||
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| + | ====== Besucherlenkung und Elektromobilität ====== | ||
| + | Zur inhaltlichen und methodischen Vorbereitung der abschließenden Aufgabe, ein eigenes Planungskonzept zu entwickeln, wurden in Kleingruppen zu den Themenfeldern Besucherlenkung und Elektromobilität Texte nach wissenschaftlichen Ansprüchen verfasst und in Form von 45-minütigen Referaten der Projektgruppe vorgestellt. | ||
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| + | Grundlegende Fragen, die mithilfe der Arbeiten beantwortet werden sollten, sind: | ||
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| + | * Welche Konzepte zur Besucherlenkung und Elektromobilität gibt es und welche wären für unser Projektgebiet anwendbar? | ||
| + | * Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit diese Konzepte erfolgreich sind? | ||
| + | * Welche Informationen benötigen wir als Planungsgrundlage für unser Projektgebiet? | ||
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| + | Die einzelnen Themen der Gruppenarbeiten sind: | ||
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| + | ====== Einleitung Besucherlenkung und E-Mobilität ====== | ||
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| + | Bereits im Vorfeld dieser Aufgabe standen erste einleitende Recherchen zu den Themen Besucherlenkung und Elektromobilität auf der Tagesordnung. Die wesentlichen Ergebnisse sind folgend zusammengefasst: | ||
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| + | * Leitlinien und Handlungsvorschläge zu den Themen Besucherlenkung und E-Mobilität in Biosphärenreservaten | ||
| + | * Ziele, Zielgruppen und Interessen im Bereich der E-Mobilität | ||
| + | * Schwarzwald als Beispiel eines E-Mobilitätskonzeptes | ||
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| + | ====== Leitlinien und Handlungsvorschläge zu Besucherlenkung und E-Mobilität in Biosphärenreservaten ====== | ||
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| + | Von L. Seifert & L. Winker | ||
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| + | Von der UNESCO gibt es auf keiner Ebene (International, | ||
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| + | ===== Besucherlenkung ===== | ||
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| + | Mit Hilfe dieser Erwähnungen sind im Folgenden einige Handlungsvorschläge für die Besucherlenkung zusammengestellt. | ||
| + | EUROPARC hat im “Guide to sustainable tourism in protected areas” (BALTIC SEA REGION 2013) zusammengetragen, | ||
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| + | * Besucherzentren, | ||
| + | * Zusammenhängendes Netzwerk von Wander-, Rad- und Wasserwegen | ||
| + | * Themenwege für Wanderer, Radfahrer und Wassertouristen | ||
| + | * Informationstafeln | ||
| + | * Infomaterial wie Karten, Broschüren, | ||
| + | * GPS-basierte Informationen und Besuchernavigation | ||
| + | * Öffentliche Verkehrsmittel | ||
| + | * Existenz oder Nichtexistenz von Parkplätzen | ||
| + | * Geführte Touren | ||
| + | * Vorrichtungen für Besucher mit Behinderungen | ||
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| + | Außerdem sollten ausreichend Sanitäreinrichtungen und Mülleimer vorhanden sein (LEUNG at al. 2015). Unterkünfte für Besucher können auch zur Besucherlenkung vorteilhaft genutzt werden (MWE et al. 2008), da die Umweltauswirkungen von touristischer Infrastruktur deutlich davon abhängen wo und wie Einrichtungen platziert werden (LEUNG at al. 2015). Um die Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten, sollten bereits in der Planung von neuer Infrastruktur Prüfungen durchgeführt werden (ebd.). Außerdem sollten im Planungsprozess neben dem Parkmanagement auch Touristen und Anwohner einbezogen werden (ebd.). Die Infrastruktur sollte, wenn möglich, der regionaltypischen Bauweise entsprechen, | ||
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| + | * Publikationen | ||
| + | * Internet (Website, soziale Medien) | ||
| + | * Beschilderung | ||
| + | * ListenpunktWelterbe-Pädagogik (junge Menschen, Schulen, Bildungseinrichtungen, | ||
| + | * Pressearbeit | ||
| + | * Schulungen | ||
| + | * Ausstellungen (ebd.). | ||
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| + | Des Weiteren sollte bei der Besucherlenkung darauf geachtet werden, dass aus anwachsenden Besucherströmen keine Gefahr für die Welterbestätte wird. Außerdem soll das Wegeleitsysteme auf nicht Ortsansässige und ausländische Besucher ausgerichtet sein (ebd.).Schlussendlich darf auch nicht die Infrastruktur für die Forschung/ | ||
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| + | ===== Elektromobilität ===== | ||
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| + | Auf der internationalen Ebene der UNESCO wird das Thema Elektromobilität nicht direkt erwähnt, jedoch gibt es einige Leitlinien, die auf dieses Thema angewendet werden können. | ||
| + | Im „Guide to sustainable tourism in protected areas“ | ||
| + | Auf brandenburgischer Ebene gibt der „Leitfaden Naturtourismus“ (MWE et al. 2008) einige Anhaltspunkte für einen nachhaltigen Aufenthalt in der Natur. Neben der Bahn und dem ÖPNV als Hauptverkehrsmittel sollen so oft wie möglich „energiesparende bzw. klimaneutrale Verkehrsmittel wie Hybridfahrzeuge, | ||
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| + | ===== Zum BR Schorfheide-Chorin ===== | ||
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| + | Als fachliche Grundlagen von Klimaschutzprojekten (darunter fällt auch die E-Mobilität) im Biosphärenreservat gelten die Ziele des Deutschen MAB-Nationalkomitees, | ||
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| + | ====== Ziele, Zielgruppen und Interessen im Bereich der E-Mobilität ====== | ||
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| + | Von P. Frielinghaus & J. Ruland | ||
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| + | Die Ziele, die mit dem Ausbau von E-Mobilität verfolgt werden sind im Allgemeinen eine alternative und ökologische Mobilitätsvariante zu entwickeln. Darüber hinaus werden eine Weiterentwicklung der Tourismuswirtschaft und die Vernetzung strukturschwacher ländlicher Räume verfolgt. (KOMPETENZZENTRUM LÄNDLICHE MOBILITÄT 2017) | ||
| + | Die Zielgruppen, | ||
| + | Die Kerngruppe ist in der Regel über 50 Jahre alt, doch durch modernere Designs, werden auch jüngere Altersklassen immer mehr angezogen (WIRTSCHAFTSWOCHE 2014). | ||
| + | Verschiedene Nutzer haben auch unterschiedliche Interessen und Ansprüche. Doch für alle gilt, dass die Minderung von Lärm, Gestank und Gefahr im Verkehr ein positiver und erwünschter Effekt ist. Anwohner wünschen sich insbesondere einen effizienteren und schnelleren Weg zum Arbeitsplatz und den Zugang auf soziale Kontakte, Dienstleistungen und Güter in ländlichen strukturschwachen Regionen. Touristen hingegen suchen attraktive und aktive Natur- und Kulturangebote (KOMPETENZZENTRUM LÄNDLICHE MOBILITÄT 2017). | ||
| + | Bezüglich E-Mobilität werden im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zurzeit keine auf die Interessen abgestimmte Angebote oder Veranstaltungen organisiert. (BIOSPHÄRENRESERVAT SCHORFHEIDE-CHORIN 2017) | ||
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| + | ====== Schwarzwald als Beispiel eines E-Mobilitätskonzeptes ====== | ||
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| + | Von J. Kohse & S. Arndt | ||
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| + | Der Schwarzwald ist etwa 6.000 km² groß und seit Mitte Juni 2017 gibt es auch ein 632 km² großes Biosphärenreservat, | ||
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| + | ===== E-Bikes ===== | ||
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| + | Der Schwarzwald hat als erste große Ferienregion in Deutschland ein flächendeckendes Netz von Ladestationen eingerichtet, | ||
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| + | ===== E-Autos ===== | ||
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| + | Seit 2012 baut der Hochschwarzwald sein E-Mobilitätsangebot kontinuierlich aus. Nach E-Smarts, die Urlauber von rund 300 Gastgebern mit der Hochschwarzwald-Card kostenlos ausleihen konnten, gibt es seit April 2015 das erste E-Carsharing-System im Hochschwarzwald für Urlauber und Einheimische mit aktuell 25 BMW i3. Die E-Autos werden an zentralen Orten im Hochschwarzwald bereitgestellt und können übers Internet reserviert werden. Auf der Internetseite www.hochschwarzwald.de/ | ||
| + | Außerdem gibt es im Schwarzwald das sogenannte „E-Mobil-Paket 2016“. Dies besteht aus dem Mieten eines E-Autos in Kombination mit Ausflügen und Eintritten und kann auch mit Übernachtungen in Partnerbetrieben verbunden werden. Das Angebot kann auch von der Bevölkerung genutzt werden. Die Kosten einer E-Mobil Tagesmiete ohne weitere Gutscheine liegen bei 19€ pro Tag, während das Angebot „2 Tage E-Mobil plus Gutscheine“ bei 39€ liegt. | ||
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| + | ===== Weiteres ===== | ||
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| + | Seit Januar 2013 sind die beiden Naturparke im Schwarzwald und seit 2015 der Nationalpark Schwarzwald Partner im Projekt „Fahrtziel Natur“ von BUND, NABU, VCD und Deutsche Bahn – und damit ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Bündelung vorhandener Angebote mit einer umweltfreundlichen Bahnanreise. | ||
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| + | ====== Quellen ====== | ||
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| + | BALTIC SEA REGION (Hrsg.), 2013: Guide to sustainable tourism in protected areas. Online in Internet: https:// | ||
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| + | BIOSPHÄRENRESERVAT SCHORFHEIDE-CHORIN, | ||
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| + | BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ (BFN) (Hrsg.), 2012: Biosphärenreservate als Modell-regionen für Klimaschutz und Klimaanpassung. Online in Internet: https:// | ||
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| + | DEUTSCHE UNESCO-KOMMISSION (Hrsg.), 2007: Kriterien für Biosphärenreservate in Deutschland. – UNESCO heute. Online in Internet: https:// | ||
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| + | DEUTSCHE UNESCO-KOMMISSION (Hrsg.), 2008: Managementpläne für Welterbestätten – Ein Leitfaden für die Praxis. Online in Internet: https:// | ||
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| + | KOMPETENZZENTRUM LÄNDLICHE MOBILITÄT: Elektromobilitätsregion M-V, 2017, URL: http:// | ||
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| + | LEUNG, Y.-F., SPENCELEY, A., HVENEGAARD, G. and BUCKLEY, R., 2015: Tourism and Visitor Management in Protected Areas: Guidelines towards sustainability. IUCN: Gland, Switzerland, | ||
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| + | MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT DES LANDES BRANDENBURG (MWE) (Hrsg.) & MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG, | ||
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| + | UNESCO (Hrsg.), 1996: Biosphärenreservate. Die Sevilla-Strategie und die Internationalen Leitlinien für das Weltnetz. Bundesamt für Naturschutz, | ||
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| + | UNESCO (Hrsg.), 2016: Lima Action Plan for UNESCO`s Man and the Biosphere (MAB) Programme and its World Network of Biosphere Reserves (2016-2025). Onli-ne in Internet: http:// | ||
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| + | WIRTSCHAFTSWOCHE (Hrsg.), Stefan Happel: E-Bike-Hype - Vom Seniorenrad zum Lifestyle-Produkt, | ||
