vertiefung:aufgabe1:digitale-besucherlenkung
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| + | ====== Digitale Besucherlenkung – Chancen und Herausforderungen für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ====== | ||
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| + | Von M. Hau, J. Ruland & S. Poldrack | ||
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| + | ====== Einleitung ====== | ||
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| + | Maßnahmen in Schutzgebieten, | ||
| + | Im Jahr 2017 gaben 62,4 Millionen Deutsche über 14 Jahren an, das Internet zumindest gelegentlich zu nutzen (ARD & ZDF 2017). Die Zahl der Internetnutzer steigt seit Jahren kontinuierlich an (ebd.). Im Jahr 2017 besaßen 78% der deutschen Internetnutzer ein Smartphone (BITKOM 2017: 2). Auch hier zeigt sich seit Jahren eine steigende Tendenz (ebd.). In Anbetracht dieser Entwicklung ist es für eine erfolgreiche Besucherlenkung zunehmend wichtig, auch digitale Technologien in der Besucherlenkung zu verwenden, um die Nutzer des Schutzgebiets einfach und effizient zu erreichen. In dieser Arbeit sollen verschiedene Methoden untersucht werden, wie Besucherlenkung unter Zuhilfenahme digitaler Technik umgesetzt werden kann, sowohl im Vorfeld eines Besuches als auch bei der Besucherlenkung vor Ort. | ||
| + | Da diese Arbeit im Rahmen des Studienprojektes „Zukunftsfähige Schorfheide-Chorin“ an der TU Berlin umgesetzt wird, soll der Fokus auf dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (BRSC) und den dortigen Möglichkeiten liegen. | ||
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| + | ====== Digitale Besucherlenkung von Zuhause ====== | ||
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| + | Bevor Besucher eine Reise ins Biosphärenreservat antreten, müssen sie von dessen Existenz wissen und sich über Sehenswürdigkeiten, | ||
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| + | ===== Websites ===== | ||
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| + | Alle 16 UNESCO-Biosphärenreservate in Deutschland verfügen über eine Online-Präsenz in Form einer Website. Dabei haben 13 Reservate eine eigene Website, nur im Falle des Hamburgischen, | ||
| + | Um die Qualität einer Website zu beurteilen, gibt es 7 wichtige Kriterien: Inhalt, Gestaltung, Navigation, Performance, | ||
| + | Die Website ist eine gute Möglichkeit für Besucher, sich vor einer Reise ins BRSC zu informieren und ihren Aufenthalt zu planen. Allerdings sollte sie noch besser optimiert werden, um ihre Wirksamkeit zu verbessern. | ||
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| + | ===== Interaktive Karten ===== | ||
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| + | In Deutschland nutzen 44% der Menschen wenigstens gelegentlich interaktive Karten oder Routenplaner im Internet (IFD ALLENSBACH 2016). Insgesamt 17% der Deutschen nutzt diese sogar mindestens ein Mal pro Woche (GOOGLE 2016). Somit sind interaktive Karten ein wichtiges Instrument der Besucherlenkung im Vorfeld eines Besuches sowie während des Aufenthaltes, | ||
| + | Auf der Website des BRSC gibt es eine interaktive Karte, mit der verschiedene Angebote räumlich dargestellt werden können. Diese wurde vom Verbund „Nationale Naturlandschaften in Brandenburg“ erstellt (LFU 2018b) und ist deshalb nicht sehr konkret auf der BRSC bezogen. Es gibt darum viele Eintragungen, | ||
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| + | ===== Soziale Medien ===== | ||
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| + | Soziale Medien bieten die Möglichkeit sich über das Internet zu vernetzen und auszutauschen. Durch die schnelle Verbreitung von Informationen weltweit, hat sich eine neue Form der Kommunikation und Kooperation entwickelt. Dabei werden verschiedene Plattformen wie soziale Netzwerke, Diskussionsforen oder Foto- und Videoplattformen genutzt (SPRINGER GABLER 2018a). Diese geben nicht nur die Möglichkeit, | ||
| + | Werden die Potenziale der sozialen Medien effizient genutzt, können damit neue Zielgruppen in allen Generationen eingebunden werden (ebd.). Dafür sollten folgende Kriterien beachtet werden (SCHEFFLER 2012): | ||
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| + | * Aktive Mitgestaltung ermöglichen: | ||
| + | * bereits bestehende Online-Netzwerke teilhaben lassen | ||
| + | * Teilen von Informationen der Nutzer zulassen: z.B. das Erstellen von Blog-Artikeln zu Erlebnissen, | ||
| + | * Kostenlosen Zugriff gewährleisten: | ||
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| + | Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien kann der Zugang zur Information über Besucherangebote gewährleistet werden. Jedoch ist das BRSC in den sozialen Medien bisher wenig vertreten. Es gibt vereinzelte Seiten, welche von Privatpersonen, | ||
| + | Werden die sozialen Medien, wie zum Beispiel Facebook, sinnvoll genutzt können Besucher auf direktem Wege informiert und Kontakt hergestellt werden. Durch Informationen zu Veranstaltungen, | ||
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| + | ====== Digitale Besucherlenkung vor Ort ====== | ||
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| + | Auch während eines Besuchs im Schutzgebiet bieten digitale Technologien vielfältige Möglichkeiten für Besucher. Sie können sich mit Audioguides informieren oder mit Geocaching Abenteuer erleben und die vielfältigen Möglichkeiten von Apps nutzen. Die Schutzgebietsverwaltung kann mit technischen Methoden das Besucheraufkommen messen und so Maßnahmen anpassen. | ||
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| + | ===== Audioguides ===== | ||
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| + | Auditive Wahrnehmung sagt viel über unsere Umwelt aus, da sie hochkomplexe Informationen verarbeiten kann. In der stark auf visuelle Reize fokussierten Gesellschaft führt besonders das Hören dazu, sich präsenter zu fühlen und eine engere Verbundenheit mit der Umgebung aufzubauen (BARCLAY & GIFFORD 2017: 54). Klang trägt also dazu bei, die eigene Umwelt aktiv wahrzunehmen und zu verstehen. Der Begriff „Acoustic Ecology“ steht damit eng in Verbindung, denn dieser bezeichnet den sozialen, kulturellen und ökologischen Kontext der Umgebung durch Klang und bietet zunehmend Möglichkeiten ökologische Veränderungen wahrzunehmen (ebd.). Geprägt wurde die Bezeichnung vor allem durch R. Murray Schafer bereits in den 1960er Jahren. Fast zeitgleich etablierte sich der Begriff „Bioacoustics“, | ||
| + | Aus diesen Erkenntnissen heraus entwickelten sich Maßnahmen für Besucherlenkung wie die sogenannten „Audioguides“, | ||
| + | Zwar ist die Anschaffung der Geräte, das Zubehör und dessen Wartung eine erhebliche finanzielle Belastung, eine Refinanzierung durch Ausleihgebühren ist jedoch möglich. Denn Besucher sind vielmehr bereit für das Ausleihen von Audioguides Geld auszugeben, als eine App auf dem Smartphone käuflich zu erwerben (SEIRAFI 2013: 2). | ||
| + | Trotz all der Vorteile, die Audioguides für die Besucherlenkung und damit verbunden für die Umweltbildung bieten, sind sie bisher eher mäßig in Biosphärenreservaten anzutreffen und auch im BRSC gibt es derzeit kein Angebot. | ||
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| + | ===== Apps ===== | ||
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| + | Bereits 78% der Menschen in Deutschland besitzen ein Smartphone, dies ergab eine Studie des Digitalverbands Deutschlands BITKOM (2017: 2). Mobile Endgeräte besitzen durch den technologischen Fortschritt und Netzausbau einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft. Es geht nicht mehr nur um Kommunikation – Interaktion ist gefragt (AICHELE & SCHÖNBERGER 2016: 4). | ||
| + | Mobile Applikationen (Apps) sind Softwareanwendungen auf mobilen Endgeräten, | ||
| + | Auch für Biosphärenreservate sind Apps von großem Interesse, sie ermöglichen Interaktionen mit der Umwelt und können zahlreiche Informationen wiedergeben. Im Gegensatz zum älteren Medium Audioguide treten dabei nur Kosten für die Entwicklung und gelegentliche Aktualisierungen auf, das Smartphone selbst wird von den Besuchern mitgebracht (SEIRAFI 2013: 2). Allerdings sind viele Apps auf eine Internetverbindung angewiesen, die in Naturräumen nicht immer gegeben ist und damit eine besondere Herausforderung darstellt. Wie diese umgangen werden kann zeigt das folgende Beispiel, welches bereits erhältlich ist. | ||
| + | Die Biosphärenreservats-App Elbe führt mit einem interaktiven 4,2 km langen Rundweg über das EU LIFE+ Projekt „Elbauen bei Vockerode“. An 14 Stationen werden Informationen zur Ökologie und der kulturhistorischen Bedeutung des Gebietes angezeigt und Audiosequenzen schalten sich mit Erreichen der Stationen frei. Es handelt sich hierbei um ein Hörspiel für Kinder, bei welchem sie zusammen mit einer Biberfamilie die Gegend erkunden. Neben zahlreichen Informationen, | ||
| + | Eine weitere App eines Biosphärenreservats ist die der Schwäbischen Alb, welche bereits 2013 entwickelt wurde und Informationen über touristische und kulinarische Angebote der beteiligten Gemeinden enthält. Diese werden ergänzt durch Video- und Audiosequenzen zu Gebieten, die für den Besucher nicht frei zugänglich sind (BIOSPHÄRENGEBIET SCHWÄBISCHE ALB 2013). | ||
| + | Die Partner-App des Biosphärenreservats Rhön namens Regio App, bietet eine Übersicht über Erzeuger, Verkaufsstellen und Gastronomie mit regionalen Produkten im Umkreis von 150 km. Ermöglicht wird dies durch eine integrierte Navigationsfunktion und neben detaillierten Informationen zu Betrieb und dessen Öffnungszeiten werden auch Angebote aufgelistet. Seit 2013 konnte die Regio App neben dem Biosphärenreservat Rhön auch zahlreiche Initiativen dafür gewinnen, sie in ihrer Region zu vertreten wie z.B. die Regionen Eifel und Uckermark (BUNDESVERBAND FÜR REGIONALENTWICKLUNG o.J.). | ||
| + | Bisher haben nur zwei Biosphärenreservate in Deutschland eine offizielle App (Elbe und Schwäbische Alb). Da sie jedoch langfristig eine günstigere Alternative im Vergleich zu Audioguides darstellen und auch ältere Menschen vermehrt Smartphones nutzen, bieten sie auch für das BRSC eine neue Möglichkeit der Besucherlenkung (BITKOM 2017: 2). | ||
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| + | ===== Geocaching ===== | ||
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| + | Der Begriff Geocaching setzt sich aus dem griechischen Begriff „geo“ – „Erde“ und dem englischen Wort „cache“ – „Versteck“ zusammen (CACHE KONTOR o.J.) und bezeichnet eine ortsbasierende Aktivität, bei der man kleine Container mit Inhalt an einer Stelle versteckt und anschließend deren GPS-Daten (Längen- und Breitengrade) online zur Verfügung stellt. Die beliebteste Website für den Austausch von GPS-Daten ist geocaching.com. Andere Geocacher können sich anschließend mithilfe eines GPS-Gerätes auf die Suche nach diesem Cache machen (O´HARA 2008: 1177). Typischerweise besteht ein Cache aus einem wasserfesten Container und beinhaltet ein Logbuch, in das der Finder das Datum und den eigenen Namen eintragen kann, sowie einen „Schatz“. Dabei handelt es sich meist um Dinge von geringem Wert, wie kleine Spielzeuge oder Münzen (ebd.). | ||
| + | Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz nutzt für die junge, eher unmotivierte Zielgruppe (ab 12 Jahren) Geocaching als Umweltbildungs- und Besucherlenkungsmaßnahme und ist damit sehr erfolgreich. Denn Jugendliche bringen klassischen Veranstaltungen wie z.B. Wanderungen oder Führungen durch Schutzgebiete meist wenig Interesse entgegen (KUBAT et al. 2015: 27). In Verbindung mit dieser Technik wird das Entdecken zum Abenteuer und bietet ihnen deshalb einen anderen Zugang zur Umwelt. Durch einen Erlebnispfad mit der Länge von 9,8 km und insgesamt 26 Stationen erhalten die Besucher Informationen über das Biosphärenreservat. Eine Kommentarfunktion auf der Geocaching-Webseite ermöglicht es den Besuchern Besonderheiten (z.B. Wasserstand der Gewässer) direkt an die Gebietsleitung weiterzugeben und trägt damit zusätzlich zum Monitoring bei (KUBAT et al. 2015: 33). | ||
| + | Einige Verhaltensregeln sind beim Geocaching im Biosphärenreservat allerdings zu beachten. So ist es z.B. verboten, Caches abseits der Wege in Naturschutzgebieten oder in Baumhöhlen zu verstecken. Außerdem sind Brut- und Aufzuchtzeiten besonders zu beachten (BR PFÄLZERWALD-NORDVOGESEN 2018). | ||
| + | Zwar gibt es auch Caches im BRSC, jedoch ist Geocaching noch kein Teil der Besucherlenkung und Umweltbildung. Eine Möglichkeit, | ||
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| + | ===== Besuchermanagement/ | ||
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| + | Die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in Biosphärenreservaten stellt die Naturlandschaften vor neue Herausforderungen. Durch die wachsende städtische Bevölkerung, | ||
| + | Das BRSC ist mit der kurzen Entfernung und Anbindung zu Berlin besonders gut geeignet für Wochenendausflüge (LFU, 2018c). Insgesamt wurde die Besucherzahl im Jahr 2012 auf 279.000 Besucher geschätzt (ebd.). Die Steigerung der Besucherzahlen ist nicht vorrangiges Ziel des BRSC, sondern die Weiterentwicklung der Qualität und saisonverlängernde Maßnahmen (ebd.). Um dies zu ermöglichen, | ||
| + | Zur Erfassung der Besucheraktivität gibt es verschiedene innovative Methoden. Bedeutend sind insbesondere automatische Langzeit-Messgeräte wie Lichtschranken, | ||
| + | Im Naturpark Kyffhäuser wurden bereits verschiedene automatische Zählmethoden zur Erhebung von Besucherzahlen geprüft (ebd.). Als Voraussetzung für die Auswahl der Methode galt, dass diese auch im Arbeitsalltag der Verwaltungen durchführbar sind. Weitere wichtige Kriterien sind: | ||
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| + | * Geringe Fehlerquote | ||
| + | * Ein enger Messwinkel für ein genaues Zählen | ||
| + | * Laufrichtungen können unterschieden werden | ||
| + | * Robuste und wasserdichte Geräte | ||
| + | * Umfangreicher Daten-Speicher | ||
| + | * Kompatible Auswertungs-Software z.B. mit Excel | ||
| + | * Lange Laufzeit der Batterie (ca. 10 Jahre) | ||
| + | * Auslesung erfolgt ohne Eingriff ins Gerät | ||
| + | * Aufrüstung der Datenübertragung via Satellit möglich | ||
| + | * Ansprechpartner der Hersteller in Deutschland | ||
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| + | Sind die Daten erfasst, lassen sich die Auslastung verschiedener Teilstrecken und die zeitliche Verteilung (Monate, Tage, Stunden) ermitteln. Daraus lassen sich Entscheidungen für neue Angebote und Maßnahmen ableiten (ebd.). Die ermittelten Besucherzahlen dienen als Erfolgsnachweis, | ||
| + | Vielfach werden die hohen Kosten eines Besuchermonitorings als Grund angeführt, dieses nicht durchzuführen (ebd.). Doch durch die gezielte Durchführung von Maßnahmen, die den Bedürfnissen der Besucher und der Natur angepasst sind, sind große Einsparungen möglich. Konflikte können im Vorhinein vermieden und Schutzgebiete langfristig attraktiv gestaltet werden (ebd.). | ||
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| + | ====== Fazit ====== | ||
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| + | Die Inkorporation von digitalen Methoden in die Besucherlenkung bringt viele Vorteile mit sich. So können zum Beispiel Ressourcen gespart werden, die sonst für Informationstafeln oder gedruckte Broschüren aufgewendet werden müssen. Weiterhin sind die Inhalte sehr flexibel anpassbar. Auf diese Weise können Informationen einfacher aktuell gehalten und jahreszeitlich angepasst werden, um zum Beispiel auf Vogelbrutzeiten oder erhöhte Waldbrandgefahren hinzuweisen. Außerdem können Inhalte für verschiedene Zielgruppen gleichzeitig bereitgestellt werden. Auch neue Zielgruppen können auf diese Weise erschlossen und die Reichweite von Informationen erhöht werden. | ||
| + | Allerdings gibt es auch Nachteile der digitalen Technologien. So ist die Pflege | ||
| + | Langfristig sollten Schutzgebiete Konzepte der Besucherlenkung eingeführen, | ||
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| + | ====== QUELLEN ====== | ||
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| + | AICHELE, C. & SCHÖNBERGER, | ||
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| + | ARD & ZDF, 2017: Anzahl der Internetnutzer in Deutschland in den Jahren 1997 bis 2017 (in Millionen). URL: https:// | ||
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| + | BARCLAY, L. & GIFFORD, T., 2017: Acoustic Ecology in UNESCO Biosphere Reserves. – International Journal of UNESCO Biosphere Reserves (Volume 1 Issue 1 2017): 53-65. | ||
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| + | BIOSPHÄRENGEBIET SCHWÄBISCHE ALB, 2013: Apps. URL: http:// | ||
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| + | BIOSPHÄRENRESERVAT (BR) PFÄLZERWALD-NORDVOGESEN (HRSG.), 2018: Geocaching im Naturpark Pfälzerwald. URL: http:// | ||
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| + | BIOSPHÄRENRESERVAT (BR) RHÖN, 2018: Biosphärenreservat Rhön. Online im Internet: URL: biosphaerenreservat-rhoen.de [Stand: 25.01.2018]. | ||
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| + | BIOSPHÄRENRESERVAT (BR) VESSERTAL-THÜRINGER WALD VERWALTUNG, 2007: Besuchermonitoring und ökonomische Effekte in Nationalen Naturlandschaften, | ||
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| + | BITKOM (HRSG.), 2011: Mobile Anwendungen in der ITK-Branche. URL: https:// | ||
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| + | BITKOM (HRSG.), 2017: Smartphone-Markt: | ||
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| + | BUNDESVERBAND DER REGIONALBEWEGUNG (HRSG.), o.J.: Die RegioApp. URL: http:// | ||
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| + | CACHE KONTOR (HRSG.), o.J.: Was ist Geocaching. URL: https:// | ||
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| + | FACEBOOK, 2018a: Reiten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, | ||
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| + | FACEBOOK, 2018b: NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle, Online im Internet, URL: https:// | ||
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| + | GLATZ JORDE, S., 2009: Best Practise Beispiele der Besucherlenkung und Besucherinformation. URL: https:// | ||
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| + | GOOGLE, 2016: Welche dieser Online-Aktivitäten üben Sie mindestens wöchentlich mit einem Computer aus. URL: https:// | ||
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| + | INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE (IFD) ALLENSBACH (HRSG.), 2016: Anzahl der Internetnutzer in Deutschland, | ||
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| + | INTERNATIONAL SOCIETY OF ECOACOUSTICS (ISE) (HRSG.), o.J.: What is ecoacoustics. URL: https:// | ||
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| + | KUBAT, C., FRÜHAUF, M., LINDAU, A., 2015: Naturnahe Umweltbildung mit GPS – Ein positives Praxisbeispiel aus dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz in Hallesches Jahrbuch für Geowissenschaften (37): 25-35. | ||
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| + | LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (HRSG.), 2018a: Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin – Kranichland mit weitem Horizont. URL: http:// | ||
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| + | LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (HRSG.), 2018b: Nationale Naturlandschaften in Brandenburg. Online im Internet: URL: http:// | ||
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| + | LANDESAMT FÜR UMWELT (LFU) (HRSG.), 2018c: Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, | ||
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| + | MÜLLER, P., 2012: 7 Qualitätskriterien zur Beurteilung von Webseiten - und Web-Designern. URL: https:// | ||
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| + | NATURPARKVERWALTUNG KYFFHÄUSER (HRSG.), 2009: Besucherbefragung und Besucherzählung am Qualitätswanderweg im Naturpark Kyffhäuser. URL: http:// | ||
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| + | O´HARA, K., 2008: Understanding geocaching practices and motivations in Proceedings of the SIGCHI Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI ´08): 1177-1186. | ||
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| + | OXFORD UNIVERSITY PRESS (HRSG.), 2018: Audio guide. URL: https:// | ||
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| + | RAMISCH, F., 2015: Studie: Die Entwicklung einer App kostet im Schnitt 30.000 Euro. URL: http:// | ||
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| + | SCHEFFLER, D., 2012: Bildungskonzept für BNE-Angebote im Biosphärenreservat Bliesgau. URL: https:// | ||
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| + | SEIRAFI, K., 2013: Besucherguides anschaffen: Kosten, Nutzen, Refinanzierung. URL: http:// | ||
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| + | SPRINGER GABLER (HRSG.), 2018 a: Soziale Medien. URL: http:// | ||
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| + | SPRINGER GABLER (HRSG.), 2018 b: Mobile Computing. URL: http:// | ||
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| + | STORYTUDE (HRSG.), o.J.: Audioguide, Audiowalk – was ist denn da der Unterschied. URL: http:// | ||
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| + | TANIAR, D. (HRSG.), 2008: Mobile Computing: Concepts, Methodologies, | ||
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| + | UNESCO (HRSG.), 2011: Potenziale von Sozialen Medien für UNESCO-Ziele nutzen, URL: http:// | ||
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| + | WWF (HRSG.), 2016: Neu für Android: App zum Biosphärenreservat Elbe. URL: http:// | ||
