vertiefung:aufgabe1:null-emissions-mobilitaets-netzwerk
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| + | ====== Null-Emissions-Mobilitätsnetzwerk für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin – Konzepte und Voraussetzungen ====== | ||
| + | Von T. Bude, L. Diekmann & N. Wolter | ||
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| + | ====== Einleitung ====== | ||
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| + | Die in unserer Gesellschaft derzeit genutzten Mobilitätsformen stehen überwiegend im Widerspruch zu den Klimaschutzzielen des Pariser Abkommens sowie den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Angaben des deutschen Kraftfahrtbundesamtes zufolge lag der Anteil von Elektrofahrzeugen am Gesamtbestand der Personenkraftwagen am 1. Januar 2017 bei 0,07% (KBA 2017). Mit einem Anteil von 98,4% dominierten eindeutig Diesel- und Benzinverbrennungsmotoren (vgl. ebd.), sowit werden überwiegend nicht-regenerative Ressourcen genutzt. Außerdem belastet unser derzeitiges Mobilitätsverhalten die Umwelt durch Luftschadstoff- und Lärmemissionen. Gleichzeitig ist Mobilität unabdingbare Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Wohlstand. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, | ||
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| + | Im Rahmen dieser Arbeit sollen Grundlagen für die Entwicklung eines Null-Emissions-Mobilitätsnetzwerkes (NEMN) für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (BRSC) erarbeitet werden. Ziel des NEMN ist es, die CO2-emissionsfreie motorisierte Fortbewegung im BRSC zu ermöglichen. Bereits existierende Konzepte, Methoden und Maßnahmen sollen geschildert und hinsichtlich ihrer Eignung für die Anwendung in der Region geprüft werden. Hierzu werden drei Arbeiten analysiert: Die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) herausgegebene Studie „Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen“ (BMVI 2016), die Studie „Mobiles Baden-Württemberg“ (BWS 2017b), herausgegeben von der Baden-Württemberg-Stiftung, | ||
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| + | ====== Studie: Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen ====== | ||
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| + | Der Schwerpunkt dieser Studie ist die Entwicklung integrierter, | ||
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| + | ===== Vorgehen der Konzeptentwicklung ===== | ||
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| + | Das im Rahmen der Studie angewandte Vorgehen für die Entwicklung der integrierten Gesamtkonzepte (siehe <imgref image1>) ist auf die Entwicklung eines NEMN übertragbar. | ||
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| + | Der erste Schritt dieses Vorgehens ist der Aufriss der verkehrsbezogenen Probleme der Planungsregion, | ||
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| + | Dieses mehrstufige, | ||
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| + | ===== Zielkonzept der Struktur eines Mobilitätskonzeptes ===== | ||
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| + | Die folgende <imgref image2> visualisiert das grundsätzliche Zielkonzept der Struktur eines integrierten Mobilitätskonzeptes: | ||
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| + | Die Struktur gliedert sich in drei Bereiche: Mobilitätsangebote, | ||
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| + | Dieses Strukturkonzept gibt gleichzeitig den Handlungsrahmen vor. Er „[…]// weist zunächst keinen bestimmten Raumbezug auf//“ (BMVI 2016: 12), dient aber als Modell für die Entwicklung jeweils raumspezifischer Konzepte. | ||
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| + | ===== Mobilitätsangebotstypen ===== | ||
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| + | ** Carsharing und Bikesharing ** | ||
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| + | Gemäß der Studie können Sharingsysteme auch in kleineren Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern erfolgreich angeboten werden (ebd.: 31). Dies wird begünstigt, | ||
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| + | * stationsbasiert arbeiten, d.h. mit zentralen Übergabepunkten für Fahrzeuge, deren Standorte an die örtlichen Bedingungen angepasst werden sollten, | ||
| + | * zivilgesellschaftlich getragen werden, d.h. ihr Träger ist beispielsweise ein Verein, | ||
| + | * die Träger lokalgesellschaftlich integriert sind, | ||
| + | * die aktuelle Informations- und Telekommunikationstechnologie nutzen, um ihr Angebot attraktiver zu gestalten, | ||
| + | * an die bereits bestehenden Angebote der Akteure des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) angebunden werden (Auskunfts-/ | ||
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| + | Für das NEMN ist es notwendig, dass die Carsharingsysteme auf Elektroautos setzen. Bikesharingsysteme können sowohl herkömmliche Räder als auch Pedelecs einbeziehen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass die benötigte Energie für die Elektrofahrzeuge CO2-emissionsfrei erzeugt wird. Außerdem wird die entsprechende an die Reichweiten angepasste Ladeinfrastruktur benötigt. | ||
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| + | ** Bike+Ride ** | ||
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| + | Die Nutzung des Fahrrads als Zu- und Abbringer zum ÖPNV trägt zur Verminderung der CO2-Emissionen bei. Da in ländlichen Regionen meist längere Wegstrecken zurückzulegen sind, ist hier die Nutzung von Pedelecs attraktiv. Um diese zu fördern, sollte die Qualität der E-Radinfrastruktur verbessert werden: | ||
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| + | * Qualitativ geeignete und quantitativ ausreichende Abstell- und Lademöglichkeiten an Bahnhöfen und Haltepunkten des ÖPNV müssen zur Verfügung stehen. | ||
| + | * Die Etablierung von E-Fahrradverleihsystemen (siehe oben) schafft mehr Flexibilität. | ||
| + | * Die Kopplung der Ladeinfrastruktur an den Solarbetrieb garantiert die CO2-Emissionsfreiheit (BMVI 2016: 35). | ||
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| + | Der in Kapitel Baukasten: Maßnahmensteckbriefe für Mobilitätspotenziale im ländlichen Raum vorgestellte Maßnahmenbaukasten greift alle in dieser Studie angeführten Angebotstypen auf, entwickelt sie weiter und erweitert den Katalog um sieben weitere Angebote (siehe Kapitel „Baukasten: | ||
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| + | ===== Integration ===== | ||
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| + | ** Technische Integration ** | ||
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| + | Gemäß den Autoren der Studie ist die Schaffung von technischen Informationsschnittstellen Voraussetzung für funktionierende Mobilitätskonzepte (BMVI 2016: 17). Speziell technische Schnittstellen zur Vermittlung von Angebot und Nachfrage, wie etwa Buchungs- und Bezahlmöglichkeiten per Smartphone, sind in ländlichen Regionen sinnvoll, da sie die Nutzung von z.B. Sharingsystemen erheblich erleichtern (ebd.). Die entsprechende Voraussetzung seitens der Nutzer ist, dass sie mobile Endgeräte verwenden. Daraus ergibt sich wiederum die Notwendigkeit eines möglichst flächendeckenden Internetzugangs, | ||
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| + | ** Informatorische Integration ** | ||
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| + | Die Mobilitätsangebote des NEMN sollten in bestehende Verkehrsinformationssysteme integriert werden, um zu gewährleisten, | ||
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| + | ** Organisatorische/ | ||
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| + | Die Integration der Akteure, die für die Initiierung, | ||
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| + | ** Finanzielle Integration ** | ||
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| + | Die finanzielle Integration ist ebenfalls ein wichtiger Bereich, da CO2-emissionsfreie Technologien zurzeit noch oft mit höheren Kosten verbunden sind als konventionelle. Im Rahmen der Studie werden verschiedene neue Finanzierungsmöglichkeiten vorgestellt (BMVI 2019: 45f.). Laut der Studie sind für neue Mobilitätsangebote besonders Mischfinanzierungsmodelle geeignet, bei denen private Finanzierungspartner oder Sponsoren miteinbezogen werden (ebd.: 49). Gleichzeitig heben die Autoren der Studie hervor, dass rechtliche Voraussetzungen zur erfolgreichen finanziellen Integration innovativer Mobilitätsangebote derzeit teilweise nicht gegeben sind (ebd.) und finanzielle Rahmenbedingungen maßgeblich politisch gestaltet werden (ebd.: 22). | ||
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| + | ====== Studie: Mobiles Baden-Württemberg ====== | ||
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| + | Ziel dieser vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) initiierten und von der Baden-Württemberg-Stiftung (BWS) herausgegebenen Studie war es, „// | ||
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| + | ===== Methode ===== | ||
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| + | Die Methode orientiert sich an dem in Kapitel „Studie: Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen“ beschriebenen Vorgehen und entwickelt dieses teilweise weiter. Vor dem Szenarienentwurf wurde der normative und konzeptionelle Rahmen festgelegt. Neben der Frage, was man unter nachhaltiger Mobilität versteht, wurden folgende Indikatoren ausgewählt. | ||
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| + | Tabelle 1: Indikatoren für eine nachhaltige Mobilität (verändert nach BWS 2017a: 10) | ||
| + | ^ Ökologische Indikatoren | ||
| + | | Indirekte und direkte Treibhausgas-emissionen| Beschäftigung in der Mobilitätswirtschaft | ||
| + | | Energieverbrauch | ||
| + | | Strombedarf | ||
| + | | Nutzung nicht-energetischer Rohstoffe | ||
| + | | Flächeninanspruchnahme | ||
| + | | Luftschadstoffemissionen | ||
| + | | Lärmemissionen | ||
| + | | Verkehrsleistung ÖV | Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum | | ||
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| + | Anhand dieser Indikatoren sollte festgestellt werden, ob ein Verkehrssystem nachhaltig ist. Sie ergänzen das in Kapitel Vorgehen der Konzeptentwicklung beschriebene Vorgehen und ermöglichen die praktische Bewertung der Nachhaltigkeit der Konzepte. | ||
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| + | Zudem wurden Auslöser, Treiber und Hemmnisse von Transformationsprozessen analysiert, Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt und Trends dargelegt. Als größten Auslöser und Treiber wurden Krisen und Katastrophen identifiziert. Hemmnisse eines solchen Transformationsprozesses sind beispielsweise Subventionen, | ||
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| + | ===== Erkenntnisse ===== | ||
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| + | Gemäß den Autoren der Studie ist die zentrale Erkenntnis dieses Prozesses, dass der Umstieg auf Elektrofahrzeuge allein nicht ausreichend zur Erfüllung der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele ist. Zusätzlich ist ein vermindertes Wachstum des Mobilmarktes notwendig. Für das NEMN bedeutet dies, dass neben elektromobilitätsfördernden Angeboten und Maßnahmen auch die effizientere Gestaltung des Mobilitätsnetzwerkes notwendig sein wird. Nur so ist die langfristige Nachhaltigkeit des Systems gesichert. | ||
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| + | ====== Baukasten: Maßnahmensteckbriefe für Mobilitätspotenziale im ländlichen Raum ====== | ||
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| + | Das Berliner Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) entwickelt unter anderem Mobilitätskonzepte für die Zukunft (INNOZ et al. o.J.), welche sich häufig auf ökologische und ökonomische Potenziale konzentrieren. So wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts im Auftrag des Umweltbundesamtes und in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie und dem Institut für Verkehrswesen ein Maßnahmenbaukastensystem für Mobilitätspotenziale im ländlichen Raum entwickelt (INNOZ et al. o.J.). Es stellt eine Weiterentwicklung der in Kapitel Vorgehen der Konzeptentwicklung erwähnten Mobilitätsangebote der Studie des BMVI dar, an der das InnoZ ebenfalls beteiligt war. Der Baukasten beinhaltet 23 Maßnahmentypen, | ||
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| + | ===== Aufbau ===== | ||
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| + | Die Maßnahmentypen lassen sich in fünf funktionale Gruppen („Maßnahmenbündel“) unterteilen (siehe <imgref image4> | ||
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| + | Die jeweiligen Steckbriefe enthalten neben der Beschreibung des Maßnahmentyps Informationen zu folgenden Themen: | ||
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| + | * grundsätzliche Wirkungsweise | ||
| + | * Wirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und andere Bereiche (positive und negative) | ||
| + | * räumlich-strukturelle Einsatzbereiche | ||
| + | * typische Nutzer, Anlässe, Weglängen | ||
| + | * deutsche und europäische Praxisbeispiele | ||
| + | * Erfahrungswerte und Kostenbeispiele | ||
| + | * Synergieeffekte mit anderen Maßnahmentypen | ||
| + | * weiterführende Literatur | ||
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| + | Die Betrachtung der in den Steckbriefen aufgelisteten potenziellen Umweltwirkungen erscheint im Hinblick auf das Ziel der vorliegenden Arbeit besonders relevant. Beurteilt werden in diesem Teil die Verlagerung von MIV-Wegen auf das Fahrrad und den ÖPNV sowie die Vermeidung von MIV-Wegen. Außerdem werden die Maßnahmen auf CO2-Emissionen, | ||
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| + | ===== Erkenntnisse und Maßnahmen für das NEMN ===== | ||
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| + | Aufbauend auf die Erläuterungen in Kapitel „Mobilitätsangebotstypen“ ist der Einsatz folgender Maßnahmentypen besonders relevant für die Schaffung des NEMN: | ||
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| + | * MIV-Optimierung: | ||
| + | * Fahrradförderung: | ||
| + | * Magistralisierung und Zubringer: „Bürgerbusse und Bürgerautos“ (4) | ||
| + | * Verkürzung von Alltagswegen: | ||
| + | * Mehrfach zugeordnete Maßnahmentypen: | ||
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| + | Die gemeinsame Umsetzung dieser Maßnahmentypen in der Planungsregion kann eine CO2-emissionsfreie öffentliche individuelle Mobilität gewähren (siehe hierzu auch <imgref image2> | ||
| + | Weiterhin bieten die Maßnahmen der Bündel „Verkürzung von Alltagswegen“ und „Magistralisierung und Zubringer“ Möglichkeiten, | ||
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| + | ====== Voraussetzungen ====== | ||
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| + | Aus der Analyse der drei vorgestellten Arbeiten lassen sich grundlegende Voraussetzungen für den Erfolg des NEMN ableiten. Diese sollen im Folgenden resümiert werden. | ||
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| + | Die Verwendung von Mobilitätsangeboten, | ||
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| + | ====== Fazit ====== | ||
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| + | Die drei analysierten Arbeiten betrachten die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes in unterschiedlicher Detailgenauigkeit. Gemeinsam liefern sie grundlegende Konzepte, Methoden und Maßnahmen zur Entwicklung eines NEMN. | ||
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| + | Die Studie „Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen" | ||
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| + | Der Baukasten „Maßnahmensteckbriefe für Mobilitätspotenziale im ländlichen Raum“ greift ebenfalls Teilergebnisse der ersten Studie auf. Die Maßnahmensteckbriefe behandeln nicht die Methodik der Einführung eines NEMN. Sie sind als Einzelmaßnahmen zu verstehen, die bei der Schaffung des NEMN-Konzeptes verwendet werden können. Besonders effektiv sind Maßnahmen, die in Kombination als Maßnahmenbündel Anwendung finden, denn so können sich Synergieeffekte ergeben. Eine Stärke des Baukastensystems ist, dass bereits vorhandene Mobilitätsnetzwerke schrittweise erweitert oder reformiert werden können. | ||
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| + | Mithilfe der in Abb. 5 visualisierten Methode, unter Einbeziehung der in Kapitel Baukasten: Maßnahmensteckbriefe für Mobilitätspotenziale im ländlichen Raum: Erkenntnisse und Maßnahmen für das NEMN erläuterten Maßnahmen und unter der Bedingung, dass die in Kapitel Voraussetzungen zusammengefassten Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein auf das BRSC abgestimmtes NEMN entwickelt und erfolgreich implementiert werden. | ||
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| + | ====== Quellen ====== | ||
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| + | BADEN-WÜRTTEMBERG STIFTUNG GGMBH (BWS) (Hrsg.), 2017a: Zusammenfassung der Studie Mobiles Baden-Württemberg - Wege der Transformation zu einer nachhaltigen Mobilität. URL: https:// | ||
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| + | BADEN-WÜRTTEMBERG STIFTUNG GGMBH (BWS) (Hrsg.), 2017b: Abschlussbericht der Studie Mobiles Baden-Württemberg – Wege der Transformation zu einer nachhaltigen Mobilität. URL: https:// | ||
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| + | BUNDESMINISTERIUM FÜR VERKEHR UND DIGITALE INFRASTRUKTUR (BMVI) (Hrsg.), 2016: Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen. URL: http:// | ||
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| + | INNOVATIONSZENTRUM FÜR MOBILITÄT UND GESELLSCHAFTLICHEN WANDEL (INNOZ), KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT) & INSTITUT FÜR VERKEHRSWESEN (IFV) (Hrsg.), o.J.: Mobilitätspotenziale ländlicher Raum – Maßnahmensteckbriefe. URL: http:// | ||
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| + | KRAFTFAHRT-BUNDESAMT (KBA) (Hrsg.), 2017: Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2017 nach Bundesländern und ausgewählten Kraftstoffarten. URL: https:// | ||
